Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Zuzüge: Mehr Kinder kosten viel Geld

In Sondernheim hat es weniger Zuzüge geben. Dennoch wird die Tulla-Schule vielleicht mal für einige Zeit dreizügig.
In Sondernheim hat es weniger Zuzüge geben. Dennoch wird die Tulla-Schule vielleicht mal für einige Zeit dreizügig.

Die Stadt muss für Kindertagesstätten und Schulen viel Geld in die Hand nehmen. Das ist eine Investition in die Zukunft.

Dass immer mehr Menschen in Germersheim und Sondernheim leben, macht sich im täglichen Leben bemerkbar. Die Stadt hat sich in den vergangenen Jahren stark verändert und das nicht nur zu ihrem Vorteil. Glaubt man den stätischen Angaben, so lebten zu Beginn des Jahres 2023 rund 22.700 Menschen hier – etwa 1400 mehr als im Vorjahr. Die meisten Zuzüge hat die Stadt selbst zu verkraften. Hat aber auch für entsprechenden Wohnraum gesorgt.

Nun hat die Stadt seit Jahrzehnten eine durch ihre Industrie bedingte Bevölkerungsstruktur mit vielen Menschen mit Migrationshintergrund und viele Ausländer. Letztere machen mindestens etwa ein Drittel der Bevölkerung aus. Durch den Zuzug der vergangenen Jahre sowie die Aufnahme von Flüchtlingen und Asylbewerbern ist die Bevölkerung recht jung. Das wiederum führt dazu, dass Kindergartenplätze fehlen und Grundschulen ebenfalls mehr Schüler aufnehmen müssen.

Die Schulentwicklungsplanerin Anja Reinermann-Matatko hat in ihrem Plan darauf hingewiesen, dass es gerade die Eduard-Orth-Schule treffen und dort eine weitere Klasse auf Dauer hinzukommen könnte. Das Land möchte das nicht, also muss an anderer Stelle angebaut, erweitert oder neu gebaut werden. Gerade in einer Stadt mit einer mit Migrationshintergrund geprägten Bevölkerung ist es immens wichtig, dass Schüler die Sprache beherrschen, um beim Lernen zu mithalten können. Dazu braucht es mehr Klassenräume und mehr Personal. Wie auch immer – Kindertagesstätten und Schulen kosten die Stadt über viele Jahre weiteres Geld. Das fehlt dann zwar an anderer Stelle, ist aber eine Investition in die Zukunft.

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