Kreis Germersheim Zur Sache: Investitionsplan für 2019

Einer der Gründe für das schlechte Finanzergebnis, das die Stadt Wörth für das Jahr 2019 erwartet, sind überdurchschnittlich hohe Investitionen. Während die Ausgaben in diesem Bereich zwischen 2015 bis 2018 bei durchschnittlich rund 7,6 Millionen Euro pro Jahr lagen, sind für 2019 Ausgaben in Höhe von rund 24,8 Millionen Euro vorgesehen. Mit 11,9 Millionen Euro sticht besonders der Neubau der Integrierten Gesamtschule (IGS) hervor. Diese immense Summe kommt zustande, weil man sich mit dem Landkreis darauf geeinigt hat, den Betrag auf einmal zu überweisen. Üblicherweise werden solche Summen über mehrere Jahre verteilt abbezahlt. Der Neubau der Kulturhalle Schaidt verschlingt mit gut 2,2 Millionen Euro im Jahr 2019 erneut viel Geld. Im siebenstelligen Bereich liegen zudem die Ausgaben für den Neubau einer Kindertagesstätte im Abtswald sowie für den Erwerb von Anteilen an der Wohnbau Wörth vom Landkreis; 1,8 beziehungsweise 1,5 Millionen Euro sind hierfür veranschlagt. Beträchtlich sind auch die 660.000 Euro, die für den insgesamt 3,65 Millionen Euro teuren Um- und Neubau der Friedhofshalle in Maximiliansau im Jahr 2019 fällig werden. Im gleichen Ortsbezirk wird aktuell die Eisenbahnstraße grundsaniert, was mit 350.000 Euro zu Buche schlägt. Auf dem ehemaligen Schauffele-Gelände müssen neben Sicherungs- und Sanierungsmaßnahmen diverse bauliche Anlagen abgerissen werden, Kostenpunkt: 325.000 Euro. Den hohen Ausgaben stehen auch Einnahmen aus der Investitionstätigkeit gegenüber. Dazu zählt etwa die Vermarktung der Reihenhausgrundstücke im Neubaugebiet „Abtswald Teil C“. Zusammen mit den Erschließungsbeiträgen sollen gut 2,7 Millionen Euro in die Stadtkasse fließen. Ebenfalls verkauft werden soll das ehemalige Kappelmann-Gelände in Maximiliansau, wodurch 1,55 Millionen Euro auf das Konto überwiesen werden können. In Summe stehen Einzahlungen in Höhe von rund 6,7 Millionen Euro Auszahlungen in Höhe von rund 24,8 Millionen gegenüber. Unter dem Strich steht also ein negativer Saldo von etwa 18,1 Millionen Euro. Im Vergleich dazu: Im Jahr 2018 verzeichnete man an dieser Stelle lediglich ein Minus von 2,1 Millionen Euro.