Kreis Germersheim Zur Sache: Fahrerfluchten im Bereich der PI Wörth

Placeholder-Image

Auch im Südkreis ist Fahrerflucht ein andauerndes Ärgernis. Zwar ist die Zahl von 426 Verkehrsunfällen, bei denen sich im Jahr 2015 der Verursacher vom Unfallort entfernt hat, ohne sich um den Schaden zu kümmern, die niedrigste seit 2010. Aber noch immer versuche sich jeder 5. Unfallverursacher seiner Verantwortung zu entziehen, sagt Olaf Molzberger von der Polizeiinspektion (PI) Wörth. Nicht wirklich zufrieden ist die Polizei mit der Aufklärungsquote: 178 Fälle konnten die Beamten klären, knapp 42 Prozent. „Das könnte besser sein“, räumt Molzberger ein. Als einen Grund für die unbefriedigende Erfolgsquote nennt der Sprecher zum einen die Auflösung der Arbeitsgruppe Verkehr 2009. Bis dahin konnte mehr als die Hälfte der Unfallflüchtigen geschnappt werden. Zum andern wünscht sich die Polizei mehr Hinweise aus der Bevölkerung zu den Tätern. „Es ist schon besser geworden, aber noch immer benachrichtigen uns zu Wenige, wenn sie einen Verkehrsunfall beobachtet haben“. Molzberger appelliert an die Bürger, hier konsequenter zu sein und vor allem auch schnell zu reagieren. Wenn jemand erst einen Tag später anrufe, erschwere das die Ermittlungen. Am häufigsten seien Unfallfluchten bei Parkplatzrempeleien. „Bei schweren Unfällen mit Verletzten kommt das nur selten vor“, so Molzberger.

x