Leserbriefe Zucker-Streit und Wirte-Protest
„Frisch und abwechslungsreich“
Sollten aus medizinischen Gründen Einzelwünsche berücksichtigt werden müssen, wird auf diese vorbehaltlos eingegangen. Und sollte ein Wunsch mal nicht unbedingt medizinischer Natur sein, sondern eher „individuell“, geben die Erzieherinnen auch hier alles, dem nachzukommen. Generell stellen wir fest, dass die komplette Belegschaft sehr nah an den Eltern ist und wenn man das Gespräch sucht, immer versucht wird, gemeinsam eine Lösung zu finden. Das Kind und dessen Wohl steht hier immer im Vordergrund. Sei es bei den wirklich tollen und liebevoll eingerichteten Schlafmöglichkeiten, den Regeln zur Sauberkeit, oder auch bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen innerhalb der Pandemie. So wurden z. B. extra Luftfilteranlagen beschafft und installiert, um die Kinder und die Angestellten bestmöglich zu schützen.
Aber auch an die Kinder, die die Einrichtung nicht besuchen können, wird immer gedacht. So gab es zu Weihnachten und Ostern, aber auch zu Vater-/Muttertag und sogar zu Fasching kleine Überraschungen per Post, damit die Kinder auch zu diesen besonderen Anlässen ein wenig Normalität hatten. So wie immer und jeden Tag aufs Neue versucht wird, in dieser schwierigen Zeit sein Bestes zu geben, auch wenn dies sicher nicht einfach fällt. All dies erleben wir tagtäglich und steht in grobem Missverhältnis zu den geschilderten Vorfällen. Deshalb ist es uns, als Eltern, wichtig festzuhalten und klar zu stellen, dass wir unsere Kinder ruhigen Gewissens in „unsere“ Kita Wirbelwind schicken können.
„Der Pandemie angemessen“
Die Hauptlast zur Bekämpfung der Pandemie tragen die Beschäftigten im medizinischen Bereich, dafür wird von allen anderen Bereichen zurecht Solidarität abverlangt. Eine ungeheuerliche Solidarität trägt neben dem privaten Bereich, die Gastronomie, Einzelhandel, Kultur, Freizeit und Sport. Über diese gezeigte und gelebte Solidarität wird in den Vorstandsetagen der Dax-Konzerne sowie des BDI nur müde gelächelt. Während bei diesen die Inzidenzen über Schließungen entscheiden, sind sie dort nicht relevant. Testpflicht für Schule, Friseure und Co. ist dort selbstverständlich verpflichtend, bei der Industrie ist dies nicht natürlich nicht möglich.
Das ist nur ein Beispiel von vielen. Es ist ganz einfach politisch nicht gewollt. Diese Branchen tragen die Hauptlast der Solidarität für unser Gesundheitssystem, dafür sollte man ihnen danken.
Die Politik und staatlichen Behörden tun nach wie vor zu wenig für die geschlossenen Branchen und den Menschen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Solidarische und gerechte Lastenverteilung in einer Krise geht anders!