Leserbriefe Zucker-Streit und Wirte-Protest

Am Maifeiertag ließen südpfalzweit Wirte Luftballons steigen - auch am Naturfreundehaus in Kandel.
Am Maifeiertag ließen südpfalzweit Wirte Luftballons steigen - auch am Naturfreundehaus in Kandel.

„Frisch und abwechslungsreich“

Leserbrief zum Bericht „Streit um Zucker im Kindergarten“, 22. April, von Sabine Hoffmann für einen Zusammenschluss von Eltern der Kita Wirbelwind, HatzenbühlWir sind ein Zusammenschluss von Eltern, deren Kinder in der Kindertagesstätte Wirbelwind in Hatzenbühl betreut werden. Mit Erstaunen haben wir die Berichterstattung über „unsere“ Einrichtung in letzter Zeit verfolgt. Erstaunen deshalb, da die geschilderten Vorfälle sich in keinster Weise mit den von uns gemachten Erfahrungen decken. Wie in dem Artikel bereits erwähnt, sind in der Kita mehrere Köchinnen angestellt, die täglich frische und abwechslungsreiche Gerichte für die Kinder zaubern. Im Übrigen so lecker, dass das uns Eltern schon unter Zugzwang bringt, daheim auf gleichem Niveau abzuliefern. 

Sollten aus medizinischen Gründen Einzelwünsche berücksichtigt werden müssen, wird auf diese vorbehaltlos eingegangen. Und sollte ein Wunsch mal nicht unbedingt medizinischer Natur sein, sondern eher „individuell“, geben die Erzieherinnen auch hier alles, dem nachzukommen. Generell stellen wir fest, dass die komplette Belegschaft sehr nah an den Eltern ist und wenn man das Gespräch sucht, immer versucht wird, gemeinsam eine Lösung zu finden. Das Kind und dessen Wohl steht hier immer im Vordergrund. Sei es bei den wirklich tollen und liebevoll eingerichteten Schlafmöglichkeiten, den Regeln zur Sauberkeit, oder auch bei der Umsetzung der Hygienemaßnahmen innerhalb der Pandemie. So wurden z. B. extra Luftfilteranlagen beschafft und installiert, um die Kinder und die Angestellten bestmöglich zu schützen.

Aber auch an die Kinder, die die Einrichtung nicht besuchen können, wird immer gedacht. So gab es zu Weihnachten und Ostern, aber auch zu Vater-/Muttertag und sogar zu Fasching kleine Überraschungen per Post, damit die Kinder auch zu diesen besonderen Anlässen ein wenig Normalität hatten. So wie immer und jeden Tag aufs Neue versucht wird, in dieser schwierigen Zeit sein Bestes zu geben, auch wenn dies sicher nicht einfach fällt. All dies erleben wir tagtäglich und steht in grobem Missverhältnis zu den geschilderten Vorfällen. Deshalb ist es uns, als Eltern, wichtig festzuhalten und klar zu stellen, dass wir unsere Kinder ruhigen Gewissens in „unsere“ Kita Wirbelwind schicken können.

„Der Pandemie angemessen“

Leserbrief zur Luftballon-Aktion der Gastronomen am Maifeiertag im Naturfreundehaus Kandel, von Steffen Buchert, aus NeuburgViele Gastronomiebetriebe haben auf kreative und besonnene Art in dieser Pandemie (nicht nur am Naturfreundehaus Kandel) auf ihre Lage aufmerksam gemacht. Im Gegensatz zu anderen Teilen der Gesellschaft oder in anderen Ländern, war dies der Pandemie absolut angemessen. Leider ist auch hier unsere „Deutsche Gründlichkeit“ bei den Kontrollen gründlicher als bei anderen „Demos“.

Die Hauptlast zur Bekämpfung der Pandemie tragen die Beschäftigten im medizinischen Bereich, dafür wird von allen anderen Bereichen zurecht Solidarität abverlangt. Eine ungeheuerliche Solidarität trägt neben dem privaten Bereich, die Gastronomie, Einzelhandel, Kultur, Freizeit und Sport. Über diese gezeigte und gelebte Solidarität wird in den Vorstandsetagen der Dax-Konzerne sowie des BDI nur müde gelächelt. Während bei diesen die Inzidenzen über Schließungen entscheiden, sind sie dort nicht relevant. Testpflicht für Schule, Friseure und Co. ist dort selbstverständlich verpflichtend, bei der Industrie ist dies nicht natürlich nicht möglich.

Das ist nur ein Beispiel von vielen. Es ist ganz einfach politisch nicht gewollt. Diese Branchen tragen die Hauptlast der Solidarität für unser Gesundheitssystem, dafür sollte man ihnen danken.

Die Politik und staatlichen Behörden tun nach wie vor zu wenig für die geschlossenen Branchen und den Menschen, die damit ihren Lebensunterhalt verdienen. Solidarische und gerechte Lastenverteilung in einer Krise geht anders!

„Vorschlag über K6 keine gute Idee“

Zum Leserbrief von Georg Kloos am 10. Mai; von Martin Kalesse aus NeupotzHallo Herr Kloos, ich gebe Ihnen vollkommen recht, was die Kosten der B9-Anbindung betrifft, wenn diese nur für drei Jahre Bestand hätte. Aber einen kostengünstigeren Vorschlag über die K6 zu machen, würde bedeuten weg von Kuhardt hin zu Neupotz. Keine gute Idee.

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