Kreis Germersheim Ziel erreicht: Zwei Schulen sind jetzt eine

Geschafft, Ziel erreicht! In den drei Klassen, die nach Einrichtung der Integrierten Gesamtschule (IGS) in Wörth vor sechs Jahren die auslaufende Realschule plus erfolgreich gemeistert haben, kam in der letzten „offiziellen“ Unterrichtsstunde Freude auf. Aus zwei Schulen ist 2015 eine geworden.
Sowohl Schüler als auch Lehrer hätten die Unterschiede der beiden Schularten kaum wahrgenommen, stellt Michael Trauthwein, der mit der Leitung des „Auslaufmodells“ kommissarisch betraut war, erfreut fest: „Es war 2009 eigentlich nur ein Schilderwechsel.“ Man habe das Grundmodell der Regionalen Schule komplett übernommen. Lehrer hätten in beiden Schulen unterrichtet. Viele Dinge, die von einem „sehr engagierten Kollegium erarbeitet wurden, konnten in das Konzept der IGS integriert werden.“ Trauthwein: „So lebt die Realschule plus in der IGS weiter.“ Das in Wörth ohnehin gute Schulangebot sei jetzt noch attraktiver. Hätten bis 2009 viele Schüler auf weiterführenden Schulen das Abitur angestrebt, so könnten sie es jetzt in ihrer gewohnten Schule erwerben. Die „Dorschbergschule“, 1967 eingeweiht, war bis 1971 „Christlich-Simultane Volksschule“. 1977 war die verbundene Grund- und Hauptschule so groß, dass sie getrennt wurde. Aus der Hauptschule wurde 1992 die Regionale Schule – eine von vier Modellschulen im Land. Gab es zwar schon ab 1973 ein freiwilliges zehntes Schuljahr, so konnte jetzt – dem ersten Jahrgang gelang es 1998 – der Realschulabschluss erworben werden. Ein „Erfolgsmodell“ ist für Trauthwein die 2002 eingeführte Ganztagsschule. Schülersprecherin Felicia Stroh hofft, „dass wir alle nach unserem Realschulabschluss noch weiterhin Kontakt haben.“ Der Unterricht sei immer „lustig und lehrreich“ gewesen. Für Oktay Akin war es „eine tolle Zeit“, die er – wie Mandy Göppert und Thomas Wetzel – „sehr vermissen“ werde. „Ich habe besonders die sozialen Projekte und Arbeitsgemeinschaften genossen“, sagt Nadine Zoglauer. Für Florian Schulze war die zehnte Klasse ein erfolgreiches Jahr. Manuel Klingbeil ist „traurig, diesen Lebensabschnitt zu beenden“, freut sich aber auf seine Zukunft. „Lauter gute und liebe Schüler“, urteilt Lehrerin Marie-Luise Walter-Hüsch, die in Pension geht, über den letzten Jahrgang der Realschule plus. Statt des Schülerstreichs hätten sie am Samstag den anderen Schülern ein Unterhaltungsprogramm geboten, von Montag an dann eifrig für die Abschlussfeier am Mittwoch geprobt. „Die Zeugnisausgabe in der Festhalle braucht also niemand zu fürchten“, lässt sich die scheidende Pädagogin entlocken. (wi)