Wörth
Wohnungen für Flüchtlinge: Sonst leben Menschen in Sporthallen
Menschen aus Krisengebieten suchen Schutz in Ländern, in denen sie sicher sind. Zur Zeit kommen verstärkt Flüchtlinge aus der den Erdbebengebieten in der Türkei und in Syrien sowie aus der Ukraine nach Wörth. „Alle Kommunen in Deutschland stehen derzeit vor enormen Herausforderungen“, schreibt Bürgermeister Dennis Nitsche (SPD) in einem Appell an die Bürger: „Die Stadtverwaltung hat die Pflicht, geflüchtete Menschen unterzubringen.“ Die Möglichkeiten in städtischen Wohnungen seien weitestgehend ausgeschöpft. „Aktuell stehen wir kur vor der Situation, dass Menschen in Sammelunterkünften untergebracht werden müssen“, sagt Nitsche. Als provisorische Sammelunterkunft werden meist Sporthallen genutzt, aber auch leerstehende Schulen kommen infrage.
Appell an die Bürger
Vor diesem Hintergrund appelliert Nitsche an die Bürger: „Stellen sie Wohnraum zur Verfügung!“ Die Stadt übernehme im Gegenzug alle Risiken einer Wohnungsvermietung: Sie zahlt Miete und Nebenkosten, alle Verträge sind befristet, der Vermieter kann jederzeit außerordentlich kündigen.
Derzeit sind 112 Asylbewerber in der Stadt Wörth untergebracht, sie kommen überwiegend aus Afghanistan, Syrien, der Türkei, Russland, Somalia und Eritrea. Die Menschen aus der Ukraine und aus den Erdbebengebieten kommen hinzu. Über sie gibt es keine genaue Zahlen, da der Großteil bei Verwandten untergekommen ist, so die Stadtverwaltung.
Wohnungen für rund 45 Menschen angeboten
In den letzten Wochen wurden auf einen ersten Appell hin der Stadt knapp 10 Wohnungen angeboten, in ihnen können rund 45 Menschen untergebracht werden. Außerdem stehen einzelne Zimmer in Pensionen zur Verfügung, aber die Belegungszahlen variieren täglich. Mitte März waren Kapazitäten für rund 20 Menschen vorhanden. Derzeit kann die Stadt alle ihr zugewiesenen Flüchtlinge noch unterbringen.
Info
Wer Fragen hat und/oder Wohnraum zur Verfügung stellen will, kann sich an das Sozialamt wenden: 07271 131-137, sozialamt@woerth.de
