Kreis Germersheim Wohnbau-Häuser: Mehrheit der Mieter wohnt noch dort
Wörth: Vor der Sanierung der Wohnbau-Häuser in der Keltenstraße gab es wilde Gerüchte. Die Realität hat sie Lügen gestraft. 90 Prozent der ursprünglichen Mieter wohnen immer noch dort. Unterdessen wurde für den ersten Neubau Richtfest gefeiert. 60 Prozent der Wohnungen sind schon verkauft.
Das Gerücht sei nicht aus der Welt zu schaffen, klagte Petra Pfeiffer, Geschäftsführerin der Wohnbau Wörth, vor einem Jahr: „Wenn die Keltenstraße saniert ist, will die Wohnbau die 160 Wohnungen verkaufen“, hieß es damals. Mittlerweile ist die Sanierung fast abgeschlossen und Pfeiffer strahlt: 90 Prozent der alten Mieter sind noch da – trotz aller Beeinträchtigungen. „Wir haben kostenlose möblierte Ausweichwohnungen angeboten für Schichtarbeiter, Familien und alte oder kranke Menschen“, verdeutlicht Pfeiffer das Ausmaß der Bemühungen der Wohnbau. Die Resonanz sei unterschiedlich gewesen, Schichtarbeiter waren beispielsweise froh über ein Zimmer, in dem sie ab und zu mal schlafen konnten. Mittlerweile könne das Ergebnis der Sanierungsarbeiten sich sehen lassen, ist Pfeiffer sich sicher. Die Häuser wurden vor allem energetisch saniert und erhielten neue Balkone. Der Zeit- und Kostenplan (18 Millionen Euro) wurde eingehalten – trotz der relativ langen Bauzeit von vier Jahren, so Pfeiffer. Durch eine intensive Bauplanung und -überwachung konnten offenbar die üblichen Preissteigerungen aufgefangen werden. Für die Mieter bleibt es wie von der Wohnbau vorher versprochen bei einer faktischen Preiserhöhung von 1 Euro pro Quadratmeter, so Pfeiffer. Zwar steigen für die bisherigen Mieter die Mieten um 1,50 Euro auf 5,50 bis 6 Euro pro Quadratmeter. Aber durch die Sanierung sparen sie 0,50 Cent pro Quadratmeter wieder ein. Die Außenanlagen werden erst im Herbst fertig, aber schon jetzt sieht die Wohnanlage an der Keltenstraße komplett anders aus. Die Müllcontainer stehen nicht mehr offen herum, sondern sind in eigenen Häuschen vor den Häusern untergebracht. Weg sind auch die Riegel von Blechgaragen. Die Mieter können jetzt ihre Autos auf Parkplätzen am Haus abstellen. Der Platz, der durch den Wegfall der Garagen frei geworden ist, nutzt die Wohnbau für den Bau von acht Häusern mit insgesamt 90 Wohnungen. Vier Häuser beherbergen 45 Eigentumswohnungen. Für die ersten beiden wurde kürzlich das Richtfest gefeiert. Die Wohnungen sind bei Quadratmeterpreisen von 2750 bis 3000 Euro bereits zu 60 Prozent verkauft. Die vier Häuser mit Mietwohnungen sollen barrierefrei sein. |lap