Kreis Germersheim Wochen-Spitzen:

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Zeit ist relativ: Das lernen die Schüler am Wörther Schulzentrum nicht erst im Physikunterricht. Sondern schon auf dem Schulweg, wenn sie zum Beispiel mit dem Bus vom Europa Gymnasium nach Scheibenhardt fahren. Der ist nämlich nicht nur verspätet, sondern auch sonst irgendwie aus der Zeit gefallen. Eigentlich fehlte dem Bus fast alles, was einen modernen Schulbus ausmacht, monierte der ADAC bei einem bundesweiten Schulbustest: Es gab weder Haltegriffe in kindgerechter Höhe noch einen Rollstuhl-Platz. Eine Videoüberwachung sowie Spiegel/Kamera zur Kontrolle des hinteren Türbereichs fehlten ebenso wie eine Kabine für den Fahrer. Die einzige Information auf dem Display war die Uhrzeit und an der Rückseite des Busses fand sich keine Liniennummer. Eine mögliche Erklärung lieferte der ADAC auch gleich mit: „Schuld an diesen Defiziten dürfte in erster Linie der Einsatz eines Reisebusses gewesen sein. Allerdings war zu allem Überfluss auch noch der Fahrer unfreundlich. Die Fahrt endete schließlich mit einer mehr als fünfminütigen Verspätung.“ Die Folge: Der letzte Platz für den Kreis Germersheim. Das passt, denn auch sonst hat man es hier in Sachen Schulbus nicht allzu eilig: Die RHEINPFALZ-Anfrage nach den Gründen für die Blamage ist heute schon mehr als fünf Tage alt. Das ist relativ lange her. Aber immerhin gibt es einen Zwischenstand: Der Kreis teilt mit, er habe die Anfrage an Rheinpfalz-Bus weitergeleitet. Die habe sich wiederum an den ADAC gewandt mit der Bitte um Informationen, um das Ergebnis aufarbeiten und die Gründe für das Abschneiden erläutern zu können. Die Informationen des ADAC stünden noch aus. Ah ja: Zeit ist also nicht nur relativ, sondern bewegt sich manchmal auch im Kreis. Transparenz wird derzeit großgeschrieben in den Ratsgremien. Auch in Hördt sollen künftig Ausschusssitzungen grundsätzlich öffentlich sein. So will es das Landesgesetz, das seit Juli gilt. Otto Normalbürger soll politische Prozesse besser nachvollziehen können. Nicht jedem gefällt die neue Regel. Ein großes „Hurra“ war jedenfalls in der Sitzung des Hördter Rats nicht zu hören, als das Thema aufs Tapet kam. Manche Dinge in dem Gesetz seien für ihn nicht nachvollziehbar, meinte Bürgermeister Max Frey. Mit welchen Themen der Rat künftig „vorsichtig“ umgehen müsse, darüber wollte er mit seinen Kollegen lieber im intransparenten, nicht-öffentlichen Teil ohne Mithörer sprechen. Ein kleiner Rückzugsraum bleibt den Entscheidungsträgern also doch. Alle Jahre wieder… klingelt im Herbst bei Karin Eschermann aus Sondernheim häufiger das Telefon als sonst. Am anderen Ende der Leitung: Leute, die sich zum Christkindlmarkt anmelden wollen. Dabei ist Eschermann seit sechs (!) Jahren nicht mehr Vorsitzende der Kulturgemeinde und hat mit der Marktorganisation nichts mehr am Hut. Auf einer Internetseite eines Darmstädter Verlags, die Märkte auflistet, steht allerdings noch ihre Telefonnummer, die sie nicht weitergegeben habe. Deshalb habe sie die Stadtverwaltung schon mehrmals gebeten, das ändern zu lassen. Zuständig fühlt sich da aber offenbar niemand. Das Telefon klingelt weiter. Verständlich wenn die harmonische Vorweihnachtsstimmung im Hause Eschermann irgendwann in Adventsblues umschlägt. Schönes Wochenende |lap

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