Kreis Germersheim Wochen Spitzen:

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Wer sich ein so teures Instrument leisten kann, dem müsse es ja gutgehen, mutmaßte einst Heiner Geißler beim Anblick des Bösendorfer Flügels in der Wörther Festhalle. Dem habe er damals entgegnet, so erzählte es Beigeordneter Klaus Ritter, der Flügel habe zehn Jahre lang im Keller gestanden, weil die Stadt Wörth kein Geld für Konzerte hatte. Jedenfalls hatte sich Bürgermeister Harald Seiter zu seiner Verabschiedung Musik von diesem Flügel gewünscht. Daniel Kaiser und Günter Hellstern erfüllten den Wunsch und boten am Flügel grandiose Einlagen, die mit viel Applaus bedacht wurden. Wer an diesem Festabend auf den Geschmack gekommen ist, darf immerhin hoffen. Denn das so teure Instrument ist nicht mehr im Keller und Harald Seiter beendete seine Amtszeit mit einem prall gefüllten Stadtsäckel. Da müsste dann doch das ein oder andere Konzert am Bösendorfer drin sein. So richtig groß kann die Parkplatznot in Germersheim trotz der Großbaustelle Paradeplatz und Luitpoldplatz nicht sein. Zwar fallen dort wegen der Bauarbeiten viele Parkplätze weg – auf dem Ausweichparkplatz Stengelkaserne finden sich aber tagsüber nur Bruchteile der Anzahl parkender Blechkarossen wieder, wie sie zuvor auf Parade- und Luitpoldplatz standen. Warum das so ist, ist schwer zu sagen. Vielleicht steigen die Nutzerzahlen von S- und Stadtbahn. Vielleicht sind im Sommer mehr Fahrräder und Fußgänger unterwegs. Vielleicht ist die Parkplatznot in Germersheim aber gar nicht so groß, wie sie oft gemacht wird. Der riesige Hof der Stengelkaserne in der Klosterstraße ist jedenfalls kaum belegt, obwohl bis 19 Uhr kostenlos geparkt werden darf. Ob es daran liegt, dass ab 19 Uhr das Tor geschlossen wird? Die drei, vier Plätze vor dem Tor sind jedenfalls immer voll. Während sich der Streit um die finanzielle Beteiligung der Verbandsgemeinde Kandel am Ersatz-Neubau der IGS langsam hochschaukelt, schwitzen die Schüler in ihren Übergangscontainern den Sommerferien entgegen. Nicht zum letzten Mal, so viel ist sicher. Wie oft noch, steht allerdings in den Sternen. Der Kreis als Träger der Schule versichert in Person des Landrates, dass es trotz der Meinungsverschiedenheit um die finanzielle Beteiligung keine Verzögerung gibt – Eltern sind jetzt schon stinksauer, weil ihre Kinder einen beachtlichen Teil ihres Schülerlebens in Containern verbringen müssen. Krachen wird es vermutlich pünktlich zum Ferienbeginn, wenn der Kandeler Verbandsgemeinderat am 14. Juli die Größenordnung seines Beitrages zum Schulbau beschlossen hat. Der Landrat denkt laut über 90-prozentige Beteiligung der Verbandsgemeinde nach, wie bei den IGS-Neubauten in Rülzheim und Rheinzabern. Bei geschätzten 14 Millionen Baukosten ist das das erkleckliche Sümmchen von 12,6 Millionen Euro abzüglich der Landeszuschüsse. Irgendwie kam so auch die Zahl 6 Millionen ins Gespräch. Der Kandeler Verbandsgemeinderat entscheidet also am 14. Juli, ob er diese 6 Millionen beisteuern will oder doch - wie zu erwarten - deutlich weniger: Das Argument. Die Schule ist kein Neubau, nur Ersatz für die alte, die seit 22 Jahren dem Kreis gehört. Und der hätte sich ja schon früher um das marode Gebäude kümmern können. Egal, wie diese Debatte weitergeht und endet: Wenn der Neubau hinausgezögert wird, sollten beide Seiten damit rechnen, dass ihnen Eltern aufs Dach steigen. Und zwar kräftig und berechtigt. Ein schönes Wochenende

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