Kreis Germersheim „Wir wollen ein Bad für Familien sein“

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Die Badesaison 2016 ist in der Kandeler Statistik ein Ausreißer: Nur zirka 46.000 Besucher kamen ins Waldschwimmbad. Normalerweise kommen pro Jahr durchschnittlich 50.000 Besucher, 2015 waren es sogar 58.745 Badegäste. Dabei ist das Kandeler Freibad seit der Sanierung im Jahr 1992 als ein Familienbad konzipiert. Diese Philosophie werde konsequent umgesetzt, sagt Peter Lauth, Leiter der Verbandsgemeindewerke. Im Sommer 2015 hatte der Werksausschuss entschieden, dass das Bad noch attraktiver für Familien werden soll. Als erstes wurde Anfang 2015 ein Abenteuerspielplatz gebaut: Auf einem Schiffswrack aus Holz kann jetzt getobt und geklettert werden. Nun geht es mit dem Kiosk weiter. Dieser wird inzwischen an die Metzgerei Wenz verpachtet, was bei den Gästen sehr gut ankomme. Doch diese wünschten sich inzwischen mehr „als nur Currywurst und Pommes“, sagt Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD). Also wird der Kiosk abgerissen und neu gebaut. In Zukunft soll zum Beispiel das vegetarische Angebot ausgebaut werden. Das neue Gebäude soll aber auch einen Wickeltisch und Kindertoiletten umfassen. Damit komme man den Wünschen der Badegäste entgegen, sagt Lauth. Das gelte auch für die großen Sonnensegel, die den Kinderbereich beschatten sollen. Ein Blick auf den Badebetrieb habe zudem gezeigt, dass die Kinderrutsche stets von den schon etwas Größeren belegt war, sagt Lauth. Deshalb wird es statt einer alten ab 2017 einfach zwei neue Rutschen geben: Eine für die ganz Kleinen und eine für Kinder bis zirka zehn Jahre. Die Älteren stehen sowieso bei der 48 Meter langen Großrutsche Schlange. Die Konzentration auf Familien bedeutet auch, dass bei der Sanierung 1992 das 50-Meter-Becken abgeschafft wurde. Die Bahnen im Schwimmerbecken sind 25 Meter lang, dafür gibt es ein Nichtschwimmer- und Attraktionsbecken mit Gegenstromanlage, Wasserschirm und Massagedüsen. „Wir sind ein Familienbad, kein Sportbad“, sagt Poß. Er sieht im kleineren Bad einen Standortvorteil: „Bei uns ist alles überschaubar.“ Genau das werde von Familien geschätzt. Der Bad-Umbau war gestern Thema im Verbandsgemeinderat. Die Kosten von 600.000 Euro sollen über höhere Eintrittspreise finanziert werden, sagt Lauth. Bisher zahlen Jugendliche 1,50 Euro und Erwachsene 2,5 Euro Eintritt, ab 2017 werden es 2 Euro, beziehungsweise 3 Euro sein. Das jährliche Defizit des Bades betrage zwischen 200.000 und 250.000 Euro und werde von der Verbandsgemeinde aufgefangen. Das habe noch nie zur Diskussion gestanden, sagen Poß und Lauth – unter anderem, weil die Verbandsgemeinde Kandel einen ausgeglichenen Haushalt hat. Insgesamt 2 Baggerseen und 12 Freibäder gebe es im Umkreis von zirka 15 Kilometern von Kandel, sagt Lauth. „Aber wir sind ja keine Konkurrenten“, die Werke hätten untereinander ein gutes Verhältnis. |tnc

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