BÜCHELBERG Wie gelöscht wird, wenn keine Wasserleitung funktioniert

Da auch die Hydranten funktionslos waren, musste die Feuerwehr einen großen Wassertank mit Löschwasser herbeischaffen.
Da auch die Hydranten funktionslos waren, musste die Feuerwehr einen großen Wassertank mit Löschwasser herbeischaffen.

Wie stellt die Feuerwehr sicher, dass im Notfall Löschwasser zur Verfügung steht, wenn das örtliche Wassernetz ausgefallen ist? Gedanken dazu musste sich auch die Freiwillige Feuerwehr in Büchelberg machen, als diese Woche nach einem Wasserrohrbruch im ganzen Dorf kein Druck mehr auf den Leitungen war.

Auch Hydranten waren damit ohne Funktion. Hauptbrandmeister Jürgen Stephany aus Büchelberg, der auch Wehrleiter der Feuerwehren der Stadt Wörth ist, erklärte gegenüber der RHEINPFALZ die Maßnahmen: So wurde ein sogenannter Abrollbehälter Tank, der normalerweise im Feuerwehrhaus in Wörth stationiert ist, nach Büchelberg gebracht. Der Tank fasst 7500 Liter Wasser und zusätzlich 500 Liter Schaum. Außerdem wurde die Alarmierungsregelung angepasst. Wäre in der Zeit, in der das Wassernetz gestört war, ein Brand gemeldet worden, hätte die Leitstelle neben den Einheiten, die auch sonst zeitgleich alarmiert werden (Büchelberg, Schaidt, Scheibenhardt, Wörth), zusätzlich die Feuerwehr Kandel nach Büchelberg geschickt. „Wir hätten also im Notfall innerhalb von 20 Minuten 20.800 Liter Löschwasser zur Verfügung gehabt“, erklärt Stephany. Gebraucht wurde es glücklicherweise bis zur Behebung des Rohrbruchs nicht.

Generell – also auch ohne Ausfall des Wassernetzes – ist das Thema Löschwasser in Büchelberg ein Problem, da das Netz einen vergleichsweise geringen Druck hat.

Gut angenommen wurde laut Stephany das Angebot an Brauchwasser. Der Bauhof Wörth hatte dies nach Büchelberg gebracht. „Wir arbeiten immer gut zusammen“, so Stephany. Am Rathaus wurde das Wasser ausgegeben, zum Beispiel als Toilettenspülwasser. „Es kamen mehr Leute, als ich vermutet hatte“, erklärte der engagierte Feuerwehrmann. Auch ein paar Plastikflaschen mit Trinkwasser wurden am Rathaus an die Bewohner ausgegeben, die keine Möglichkeit hatten irgendwohin zu fahren und sich welches zu besorgen. mb

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