Kommentar RHEINPFALZ Plus Artikel Werbung für die Brauerei

Nach dem Ampelfrauchen mit Dromedar in Landau wäre Bellheim die zweite Kommune in der Südpfalz mit einem speziellen Ampel-Motiv.
Nach dem Ampelfrauchen mit Dromedar in Landau wäre Bellheim die zweite Kommune in der Südpfalz mit einem speziellen Ampel-Motiv.

Ein Lord-Ampelmännchen würde die Verbundenheit der Bellheimer mit ihrer Identifikationsfigur Lord eher stärken denn schwächen.

Man kann grundsätzlich geteilter Meinung darüber sein, wie sinnvoll von der Norm abweichende Ampelmännchen sind. Aber lächerlich sind die Abweichler, die für Besonderheiten im jeweiligen Ort stehen, nicht. Vielmehr kommen sie sympathisch rüber. Das würde auch für den Lord gelten, der nun ein Ampelmännchen werden könnte. Er ist seit vielen Jahren eine Identifikationsfigur für die Bellheimer und über die Ortsgrenzen hinaus beliebt.

Der Lord ist inzwischen mutmaßlich bekannter als der Mundartdichter Bellemer Heiner, auch so eine Identifikationsfigur für die Bellheimer, der sein und ihr Heimatdorf pfalzweit bekannt gemacht hat.

Bekannter dürfte nur noch die Brauerei Park & Bellheimer sein, die das Lord, ein Pils, braut. Die müsste sich über die kostenlose Werbung eigentlich freuen. Sie ist es auch, die den Lord, der Jahr für Jahr gewählt wird, in die Region schickt, damit er Werbung für den Hopfentrunk macht. Und dass er dort auf vielen „Hochzeiten“ tanzt, tut weder der Ehre des Lords, noch der der honorigen Herren, Vereinsvorsitzende und Kommunalpolitiker, die ihn verkörpern, einen Abbruch.

Also warum nicht auch einmal einen Lord als Ampelmännchen etablieren? Es würde die Verbundenheit der Bellheimer zu ihrem in fester und flüssiger Form geschätzten Lord eher stärken denn schwächen. Noch dazu würde er, der sonst schwarz-weiß gewandet auftritt, auch noch erleuchtet – grün und rot. Außerdem wäre er das erste von der Norm abweichende Ampelfigürchen im Kreis Germersheim. Nicht in der Südpfalz, denn Landau hat schon ein auf den Zoo hinweisendes Mädchen mit Dromedar.

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