Kreis Germersheim Weniger Unfälle, aber zu viele mit jungen Fahrern

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1968 Verkehrsunfälle hat es im vergangenen Jahr im Südkreis gegeben. Zwei davon endeten tödlich. 252 Menschen wurden verletzt. Im Vergleich zu den Vorjahren ging die Zahl der Unfälle deutlich zurück. Das hat die Polizeiinspektion (PI) Wörth am Mittwoch bekanntgegeben.

Angesichts des stetig steigenden Verkehrsaufkommens sei der Rückgang der Unfallzahl um 34 ein großer Erfolg, sagte Polizeisprecher Olaf Molzberger. Zuletzt hatte es im Jahr 2009 weniger Unfälle gegeben. Auch seien 2015 im Straßenverkehr 31 Menschen weniger zu Schaden gekommen als im Jahr davor. Sorge bereitet der Polizei, dass weiterhin überproportional viele junge Fahrer an Karambolagen beteiligt sind: Zwar ging die Gesamtzahl der Unfälle mit jungen Leuten zwischen 18 und 24 Jahren von 484 auf 434 zurück, beteiligt waren sie aber noch immer an 22 Prozent aller Unfälle. Unfallverursacher waren sie sogar in 69 Prozent dieser Fälle. Wobei diese Altersgruppe nur einen Anteil von 8 Prozent an der Bevölkerung bildet. Im Vergleich dazu verursachten Menschen im Alter über 65 Jahre nur 16,5 Prozent der Unfälle, obwohl ihr Anteil an der Bevölkerung rund 19 Prozent beträgt. Auch sie verursachen aber unverhältnismäßig viele Unfälle. Zusammen seien diese Gruppen an 40 Prozent aller Unfälle beteiligt, so Molzberger. Erfreulich niedrig ist die Unfallbeteiligung von Kindern. Sie ging in den vergangenen fünf Jahren stetig zurück und erreichte mit 9 verletzten Kindern einen neuen Tiefststand. Schwere Unfälle passierten hauptsächlich beim Fahrradfahren, hier wurde ein Kind schwer und zwei weitere leicht verletzt. Bei Schulwegunfällen gab es hingegen keine Blessuren. Nahezu unverändert blieb indessen die Häufigkeit der Wildunfälle: 308. Die meisten Unfälle passieren beim Wenden und Rückwärtsfahren. Die „Parkplatzrempeleien“ machen ein Viertel aller Unfälle aus. Unfallschwerpunkte sind hier laut Molzberger die Parkplätze „eines großen Einkaufszentrums und eines großen Industriebetriebes in Wörth“ mit 83, beziehungsweise 75 Unfällen. Größter Unfallschwerpunkt im Südkreis ist unverändert der Wörther Trog mit 95 Crashs (83 im Vorjahr). Hier gebe es die meisten Unfälle beim Einfädeln des aus Landau und Germersheim kommenden Verkehrs in Richtung Karlsruhe, sagt Molzberger. 2015 hat die Polizei 7314 Anzeigen, Verwarnungen und Mängelberichte ausgesprochen. (fex)

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