Wörth Weniger Gäste im Badepark

Im Juli und August waren in diesem Jahr deutlich weniger Gäste im Badepark als im Jahr zuvor.
Im Juli und August waren in diesem Jahr deutlich weniger Gäste im Badepark als im Jahr zuvor.

Zehn Prozent weniger Besucher als im Vorjahr, aber höhere Einnahmen: Die Badepark-Bilanz für 2023 fällt durchwachsen aus. Ähnlich fällt der Zwischenbericht für Hallenbad und Sauna aus.

„Die Besucherzahlen aus den Vor-Coronazeiten konnten und können wir bisher nicht wieder erreichen“, sagte Erster Beigeordneter Rolf Hammel (SPD) in der jüngsten Sitzung des Bäderausschusses beim Blick auf den Zwischenbericht für Hallenbad und Sauna. Die vorgelegten Zahlen stammen aus dem Oktober. Hochgerechnet bis zum Jahresende geht man beim Bäderbetrieb der Stadt Wörth von rund 28.000 Besuchern aus. Zum Vergleich: Im Jahr 2019 passierten 41.736 Gäste die Drehkreuze im Hallenbad.

Hammel und die neue Werkleiterin Inge Bauer, die sich im Ausschuss vorstellte, sehen darin aber keinen Grund zum Pessimismus. Im Vergleich zum Vorjahr ist im Hallenbad ein Zuwachs von 24 Prozent (plus 3173 Besucher) und in der Sauna gar von 42 Prozent (plus 1355 Besucher) zu verzeichnen. Von Januar bis März war der Besucheranstieg im Hallenbad groß, sehr wenige Gäste kamen dagegen im September und Oktober, was vermutlich am spätsommerlichen Wetter lag.

Ein Minus von 840.000 Euro im Badepark

Zum Jahresbeginn waren die Eintrittspreise erhöht worden, dennoch geht man beim Bäderbetrieb davon aus, dass die Einnahmen um rund 150.000 Euro unter den Erwartungen bleiben. Was nicht nur an den Besucherzahlen liegt, sondern auch an ausgefallen Kursen. Gleichzeitig wurden bisher auch 80.000 Euro weniger ausgegeben als berechnet. Was Abschreibungen, Verwaltungs- oder Personalkosten betreffe, könne erst zum Jahresende eine endgültige Bilanz gezogen werden, so Hammel. Derzeit wird davon ausgegangen, dass das Jahresergebnis für Hallenbad und Sauna um rund 60.000 Euro über dem Ansatz im Erfolgsplan liegt. Das zu erwartende Minus dürfte damit bei rund 900.000 Euro liegen.

Ähnlich hoch fallen die Verluste im Badepark aus. Dort wird mit einem Minus von 840.000 Euro gerechnet. Durch verschiedene Querverbindungen zum Hallenbad, etwa beim Personal, steht auch hier erst zum Jahresende das endgültige Ergebnis fest. Fest steht aber, dass in diesem Jahr 113.012 Gäste im Badepark gezählt wurden. Das sind 11.873 und damit rund 10 Prozent weniger als 2022. Kamen im Mai, Juni und September mehr Gäste ins Freibad als im Vorjahr, waren es während der Hauptsaison im Juli und August jeweils deutlich weniger. Kein Wunder, waren doch diese beiden Hochsommermonate kühler und auch deutlich verregneter als in den Vorjahren. Trotz geringerer Besucherzahlen, stiegen die Einnahmen im Badepark um rund 70.000 Euro, was in erster Linie an den zum Jahresbeginn angehobenen Eintrittspreisen liegt.

Neuer Kassenautomat wird angeschafft

Um lange Warteschlangen an heißen Sommertagen zu verhindern, soll ein Kassenautomat angeschafft werden, an dem nur Kartenzahlung möglich ist, kündigte Werkleiterin Inge Bauer an. Etwa 10.000 Euro müssen für diesen Automat ausgegeben werden. Natürlich bleibe die normale Kasse auch weiter geöffnet, für alle die, die mit Bargeld zahlen wollen.

Beschlossen hat der Bäderausschuss den Kauf eines E-Fahrzeugs. Das bisherige Fahrzeug des Eigenbetriebs Bäder ist in die Jahre gekommen (Baujahr 2006). Mit dem Auto werden alle Fahrten unternommen, die im Zusammenhang mit dem Bäderbetrieb stehen. Knapp 40.000 Euro müssen für den neuen Opel Vivaro-e Cargo ausgegeben werden.

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