Kreis Germersheim Wenig Bürgerinteresse an Seniorenbeirat

Die Senioren der Verbandsgemeinde Kandel sind an der Gründung eines Seniorenbeirats wohl nicht allzu sehr interessiert: Lediglich 30 Personen sind vergangene Woche zur Informationsveranstaltung der Verbandsbürgermeister zum Thema gekommen.
Den Entschluss zur Gründung eines solchen Beirats hat der Verbandsgemeinderat bereits im März dieses Jahres gefasst. Der Beirat soll nicht, wie von einigen Anwesenden angenommen, eine Konkurrenz zu den von der Verwaltung eingesetzten Seniorenbeauftragten sein oder sie gar ersetzen. Vielmehr soll er die Interessen der älteren Bevölkerung gegenüber der Verwaltung und den politischen Entscheidungsgremien vertreten, diese beraten, unterstützen, gegebenenfalls bei Beschlüssen auch mitwirken, Senioren betreffende Ideen vortragen und auch Anträge dazu einbringen. In der vom Verbandgemeinderat beschlossenen Satzung ist festgelegt, dass der Seniorenbeirat aus mindestens neun und höchsten 13 gewählten Mitgliedern besteht. Diese müssen sowohl parteipolitisch als auch konfessionell neutral sein. In der Geschäftsordnung, die sich der Seniorenbeirat geben muss, kann festgelegt werden, dass Seniorenbeauftragte der Kommunen oder sonstige in der Seniorenarbeit Tätige als Berater in den Beirat berufen werden, sie aber dort kein Stimmrecht haben. Gewählt wird der Beirat nicht von den Senioren, sondern von allen bei sonstigen Wahlen wahlberechtigten Bürgern. Dies ist nach Ansicht des Verbandsgemeinderats die Form, die der demokratischen Grundordnung am meisten entspricht. So ist es auch in Mustersatzungen neben anderen Möglichkeiten festgeschrieben und entsprechend wird auch in anderen Orten verfahren. Gewählt werden soll der Seniorenbeirat am Dienstag, 9. Dezember. Zu der Wahl wird noch gesondert eingeladen. Damit die Wahl gültig ist, müssen mindestens 40 Wahlberechtigte an der Abstimmung teilnehmen. (wm)