Kreis Germersheim Wasser soll nicht teurer werden

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Welche Gemeinde darf wie viel wachsen? Wie teuer ist künftig das Wasser? Und wie viel müssen die Ortsgemeinden per Umlage an die Verbandsgemeinde Kandel abgeben? Über diese Fragen diskutiert am Dienstagabend der Verbandsgemeinderat.

Der Flächennutzungsplan legt – mit Blick auf den Regionalplan – unter anderem fest, wie groß die Baugebiete in den einzelnen Ortsgemeinden sein dürfen. Das ist in der VG Kandel durchaus knifflig: Da in der Stadt Kandel schon lange mit K2 und K7 Baugebiete vorgesehen sind, gibt es einen gewissen Überhang. Deshalb dürfen in den kleineren Gemeinden nicht unbegrenzt weitere Flächen ausgewiesen werden. Von jeder Ortsgemeinde ist was drin, sagt Verbandsbürgermeister Volker Poß (SPD). Er weiß aber auch: „Wir konnten nicht allen Wünschen entsprechen.“ Das bedeutet konkret: In Steinweiler wird nur ein Teil des Gebiets „Brotäcker 4“ kommen, in Winden nur der Umbau von Flächen neben dem Bahnhof vorgesehen. In Freckenfeld steht nur eine Baureihe im Plan, Vollmersweiler bekommt statt eines ganzen Baugebiets nur sechs Grundstücke am Ortseingang. Die Erweiterung des Gebiets „Schloßäcker“ wird aus dem Plan gestrichen, ebenso ein Gewerbegebiet in Kandel zwischen Wasserwerk und Adamshof. Das Thema Windkraft ist bei dieser Fortschreibung des Flächennutzungsplanes allerdings außen vor. Alle Jahre wieder muss der VG-Rat die Entgelte für Wasser und Abwasser neu festsetzen. Eine externe Überprüfung habe nun ergeben, dass die Entgelte für 2015 erhöht werden müssten, wenn die Verbandgemeinde ihre Gebührensystematik beibehalten will, sagt Poß. Der Werkausschuss schlage nun aber vor die Entgelte zunächst nicht anzuheben. Stattdessen soll geprüft werden, ob in diesem Bereich wiederkehrende Beiträge eingeführt werden sollen. Eine gute Nachricht für die Ortsgemeinden ist der Vorschlag des Haupt- und Finanzausschusses, die VG-Umlage für ein Jahr von 30 Prozent auf 29 Prozent zu senken. „Die Verbandgemeinde steht gut da, die Ortsgemeinden haben fast alle Investitionskredite aufnehmen müssen“, sagt der geschäftsführende Beamte Jens Forstner. Deshalb sollten die Gemeinden jetzt entlastet werden.

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