Kreis Germersheim Was ist Streuobst?

Kennt ihr in der Vorderpfalz oder in Rheinhessen die Felder der Obstbauern? Dort stehen lauter kleine Bäume in Reih′ und Glied. Der Fachmann spricht von einem „erzogenen“ Baum. Normalerweise sieht so ein Baum nämlich ganz anders aus: dicker knorriger Stamm, viele Meter hoch, gewaltige Krone und wunderbar zum Klettern oder umeine Schaukel an einem Ast festzumachen. Aber das will auf solchen Feldern niemand. Dort soll die Apfelernte möglichst einfach sein – und an die Äpfel der kleinen Bäume kommt man natürlich viel einfacher ran. Das ist der Grund, warum die heutigen Bäume „erzogen“ werden. Es gibt aber auch noch die alten eindrucksvollen Bäume. Und es gibt noch Obst von diesen großen Bäumen. Manchmal stehen sogar mehrere auf einer Wiese, die nennt sich dann Streuobstwiese. Hier wird das Obst nicht gepflückt, sondern es wird gewartet, bis es von selbst herunterfällt – sozusagen auf die Wiese gestreut wird. Die reifen, duftigen und so was von leckeren Äpfel tragen so lustige Namen wie etwa „Sickinger Roter“, „Kobertsapfel“ oder „Mutterapfel“. (thea)