Kreis Germersheim „Wahlkampfmodus“ beenden

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Deutliche Worte finden CDU-Ortsvorsitzender und Stadtratsmitglied Martin Frech und der CDU-Fraktionssprecher im Ortsbeirat, Mathias Guckert, für das Verhalten des Schaidter SPD-Vorsitzenden Herbert Hauck im Zusammenhang mit der Nutzungsuntersagung der Kulturhalle in Schaidt (die RHEINPFALZ berichtete am Donnerstag).

„Im Stadtrat, im Ortsbeirat, im Bauausschuss, beim Kulturring und nicht zuletzt bei der jährlichen Ortsbegehung des SPD-Stadtverbandes Wörth am letzten Freitag in Schaidt haben Bürgermeister Seiter, Abteilungsleiter Gröger und weitere Mitarbeiter der Verwaltung im Detail erläutert, wo das Problem mit der Kulturhalle liegt: nämlich bei der fehlenden Baugenehmigung aus der Umnutzung im Jahre 1978!“, so Martin Frech. „Eine aufwendige Investition in den Brandschutz der Kulturhalle 2010 / 2011 hätte an diesem Fehler in der Vergangenheit nichts geändert, außer, dass das Geld weg wäre. Investiert in eine nicht nutzbare Halle, die in Schaidt sowieso niemand erhalten wolle“, ergänz Mathias Guckert. Die Sporthalle multifunktional zu ertüchtigen mache in jedem Fall Sinn, denn so gibt es eine Halle mit einer Nutzbarkeit für mehr als 139 Personen - und bis zur Fertigstellung der neuen Kulturhalle wird es ja noch ein wenig dauern, nicht zuletzt der aufgrund der Baukosten notwendigen europaweiten Ausschreibung geschuldet. Ausdrücklich dankt Mathias Guckert dem Schaidter Ortsvorsteher Kurt Geörger, der beim Umgang mit dem sensiblen Thema sehr besonnen und weise agiert. Frech und Guckert appellieren an den stellvertretenden Ortsvorsteher Herbert Hauck, seinen „Wahlkampfmodus“ zu beenden und zur Sachlichkeit zu finden. Immer wieder Öl ins Feuer zu gießen sei nicht nur angesichts der in allen Hallen der Region (bis hin zur Europahalle und Stadthalle in Karlsruhe) akuten Brandschutzthematik ein riskantes Unterfangen, es trage auch in keiner Weise dazu bei, die Themen „Kultur und Sport in Schaidt“ im Sinne der Bürger voranzubringen. Bei der SPD-Ortsbegehung in der letzten Woche wurde der Wille zum gemeinsamen Handeln durch eine große Präsenz von CDU-Ortsbeiratsmitgliedern, Stadtratsmitgliedern und des CDU-Bürgermeisterkandidaten Christoph Gröger dokumentiert. Letzterer konnte dank seines beruflichen Hintergrundes die Ausführungen des SPD-Ortsvorsitzenden ergänzen und den Teilnehmern der Ortsbegehung ein nüchternes Bild der Situation darstellen, deren Auslöser eben im Jahr 1978 und bei der damals nicht erfolgten Baugenehmigung liegt. Der Ortsbeirat in Schaidt habe schon lange eine einheitliche Beschlusslage zur Kulturhalle am neuen Standort. Dass Herbert Hauck und Jürgen Nelson jetzt in einer Pressemitteilung beklagen, dass die CDU im April 2014 aus wahlkampftaktischen Gründen einen Antrag zum Neubau der Kulturhalle abgelehnt und damit den Gesamtprozess verzögert habe, verschweige vor allem, dass Hauck einen nicht mit dem Ortsbeirat Schaidt abgestimmten Alleingang unternommen habe –wohl wissend, dass diesem Antrag seriöser Weise niemand zustimmen konnte. Aus der CDU-Stadtratsfraktion gab es ja sogar konkrete Vorschläge bis hin zu einer Referenzhalle im Badischen, die dem Ortsbeirat und betroffenen Vereinsvertretern bekanntgegeben wurden, ohne damit die Öffentlichkeit zu suchen, so die CDU-Stellungnahme. (rhp)

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