Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Wörth: Rheinbrücke wird ab November saniert

Ein Sanierungsfall: die bestehende Rheinbrücke.
Ein Sanierungsfall: die bestehende Rheinbrücke.

Wörth/Karlsruhe: Die Probeplatte genügt jetzt den Anforderungen. Trotz dreimonatiger Verzögerung soll die Sanierung wie geplant im Dezember 2019 abgeschlossen sein. Die Baustelle im Wörther Trog wird seit Mittwoch wieder abgebaut. Im April und September sind an je zwei Wochenenden Vollsperrungen geplant.

„Die Ertüchtigung der Rheinbrücke Maxau kann Anfang November beginnen. Alle notwendigen Untersuchungen an der Probeplatte aus hochfestem Beton konnten jetzt positiv abgeschlossen werden, alle erforderlichen Vorgaben wurden erfüllt. Damit ist ein wesentlicher Meilenstein im Zusammenhang mit der Ertüchtigung der Rheinbrücke Maxau erreicht“, so am Mittwoch die Karlsruher Regierungspräsidentin Nicolette Kressl.

Bauabläufe anpassen

Für die Ertüchtigung der Brücke ist unter anderem das Aufbringen von hochfestem Beton auf der Brückenplatte vorgesehen. Dazu wurde beim Karlsruher Jachthafen zunächst eine Probeplatte betoniert. Erst nachdem nun die Probeplatte der Firmen die Anforderungen erfüllt, kann mit den eigentlichen Bauarbeiten begonnen und in den Verkehr eingegriffen werden. Die zeitliche Verzögerung der Baumaßnahme um insgesamt rund drei Monate wurde intensiv genutzt, um die Bauabläufe an die verkürzte Bauzeit anzupassen, so das Regierungspräsidium Karlsruhe, das für die Sanierung der Brücke zuständig ist. Der aktuelle Bauablauf trage insbesondere auch der zeitlichen Verschiebung der Baumaßnahme durch die verzögerte Herstellung der Probeplatte Rechnung. Ziel sei weiterhin, die Baumaßnahme im Dezember 2019 abzuschließen, so das Regierungspräsidium. Am 9. November 2018 beginnt der erste Bauabschnitt in Fahrtrichtung Wörth. Bis Ende Dezember sollen die äußeren Brückenkappen abgebrochen und die Entwässerungseinrichtungen erneuert werden. Weiterhin werden Vorbereitungen für den Aufbau des Zeltes getroffen. Für die Arbeiten muss die B 10 in Fahrtrichtung Wörth auf zwei statt drei Fahrstreifen verengt und der Fahrradweg auf der nördlichen Brückenhälfte gesperrt werden, so das Regierungspräsidium. Der Radverkehr werde mit Beginn der Maßnahme auf der südlichen Brückenhälfte im Gegenrichtungsverkehr geführt.

Mehrere Sperrungen

Über die Weihnachtsfeiertage sollen wieder in beiden Fahrtrichtungen drei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Der Fahrradweg auf der nördlichen Brückenhälfte muss aber aufgrund der bis dahin in diesem Bereich durchgeführten Bauarbeiten gesperrt bleiben – unter anderem werden Kappen entfernt und Verankerungen für das Schutzzelt angeschweißt, gesperrt bleiben. Voraussichtlich ab dem 7. Januar 2019 wird die Rheinbrücke Maxau in Fahrtrichtung Wörth erneut von drei auf zwei Fahrstreifen verengt, um die Mittelkappe abzubrechen. Ab Anfang Februar 2019 ist dann vorgesehen, mit den Arbeiten für die Betonage der Fahrbahnplatte in Fahrtrichtung Wörth zu beginnen. Hierzu muss die Fahrbahn in Richtung Wörth vollständig gesperrt und der gesamte Verkehr für beide Fahrtrichtungen auf die südliche Brückenhälfte (Fahrbahn in Richtung Karlsruhe) gelegt werden. Den Verkehrsteilnehmern stehen dann in jede Fahrtrichtung jeweils zwei in der Breite eingeengte Fahrstreifen zur Verfügung, so das Regierungspräsidium. Anfang Juli 2019 wird dann der gesamte Verkehr auf die neu hergestellte nördliche Brückenhälfte (Fahrbahn in Richtung Wörth) verlegt und mit den Arbeiten zur Betonage der Fahrbahnplatte in Richtung Karlsruhe begonnen. Auch in dieser Bauphase werden den Verkehrsteilnehmern in jede Fahrtrichtung weiterhin jeweils zwei eingeengte Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Der Fahrradverkehr wird auf den Fahrradweg der nördlichen Brückenhälfte verlegt. Bereits in der Nacht von Samstag, 27. Oktober, auf Sonntag, 28. Oktober, wird die Rheinbrücke Maxau zwischen 1 und 3 Uhr mehrfach kurzzeitig gesperrt. Die Sperrungen sind für Belastungsversuche und Messungen an der Rheinbrücke Maxau im Rahmen eines baubegleitenden Forschungsprojektes notwendig. Bei dem Forschungsprojekt wird die statische Wirkung des hochfesten Betons auf das Gesamttragverhalten der Brücke untersucht. Hierzu sind Messungen vor und nach der Betonage erforderlich. Der Verkehr muss hierfür etwa acht Mal für rund zehn Minuten angehalten werden. Von den vier bereits angekündigten Vollsperrungen an Wochenenden werden zwei im April 2019 und zwei im September 2019 sein. Für gesonderte Vermessungsleistungen muss die Rheinbrücke zusätzlich zwei Mal nachts für mehrere Stunden gesperrt werden. Diese Nachtsperrungen werden voraussichtlich einmal im Februar und einmal im Juli 2019, jeweils von Samstag auf Sonntag, erfolgen. Info www.rp-karlsruhe.de / Beteiligungsportal / Aktuelle Baumaßnahmen „Mitte“ / B 10 Rheinbrücke Maxau

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