Wörth Wärmewerk Wörth: Infoveranstaltung zum Thema Geothermie

Im Januar und Februar sind die Vibrotrucks im Gebiet der Stadt Wörth und in den Verbandsgemeinden Kandel, Hagenbach und Jockgrim
Im Januar und Februar sind die Vibrotrucks im Gebiet der Stadt Wörth und in den Verbandsgemeinden Kandel, Hagenbach und Jockgrim unterwegs.

Die Verantwortlichen der Wärmewerk Wörth GmbH legen großen Wert auf Transparenz. Deshalb sollen am Samstag in der Festhalle Fragen der Bürger zur Geothermie beantwortet werden.

Im Januar und Februar sind im Stadtgebiet von Wörth sowie in den Verbandsgemeinden Jockgrim, Kandel und Hagenbach sogenannte Vibrotrucks unterwegs, um mit 3D-seismischen Messungen, die geologische Struktur der Region zu untersuchen. Am Samstag, 7. Dezember, können sich alle Interessierten in der Festhalle Wörth über das Geothermie-Vorhaben der Wärmwerk Wörth GmbH informieren.

Die Wärmewerk Wörth GmbH ist ein Joint Venture von Daimler Truck, Energie Baden-Württemberg (EnBW) und der Stadt Wörth. Das im Jahr 2023 gegründete Joint Venture soll die Möglichkeiten einer klimaneutralen Energieversorgung des Mercedes-Benz-Werks sowie der Stadt Wörth am Rhein mittels Tiefengeothermie prüfen. Ziel ist es, eine Geothermie-Anlage zur Wärmegewinnung am Standort Wörth zu bauen, die klimafreundliche Erdwärme für das Mercedes-Benz-Werk von Daimler Truck und das Nahwärmenetz der Stadt Wörth am bereitstellt.

Mit den Voruntersuchungen wurde im Frühjahr dieses Jahres begonnen. Ein wichtiger Meilenstein auf dem Weg zur Standortsuche ist die 3D-Seismik, die im Januar und Februar 2025 durchgeführt werden soll. Dabei senden Vibrationsfahrzeuge seismische Signale in den Untergrund, die dort von den Gesteinsschichten wieder reflektiert werden. An der Oberfläche nehmen hochempfindliche Empfänger, sogenannte Geophone, die Signale wieder auf. Im Anschluss entsteht ein genaues Abbild des Untergrunds. Udo Mertz, Geschäftsführer der Wärmewerk Wörth GmbH, erklärt dazu: „Mit den gewonnenen Daten werden wir dazu in der Lage sein, den optimalen Standort für unser Geothermie-Heizwerk zu finden. Bei den Arbeiten steht neben der Qualität der Daten vor allem auch die verantwortungsvolle Durchführung der Seismik im Vordergrund. Im Vorfeld, während der Seismik selbst und natürlich auch danach sind wir vom Wärmewerk immer ansprechbar.“

Geothermie-Werk soll 2028 gebaut werden

Nach der Gründung des Joint Venture wurden mit der Analyse bereits bestehender geologischer Daten, umweltfachlicher Prüfungen und Studien die Voraussetzungen für die anstehende Seismik geschaffen. Stefan Ertle, ebenfalls Geschäftsführer der Wärmewerk Wörth GmbH, führt aus: „Wir freuen uns sehr, dass wir so gut im Projekt vorankommen. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Seismik und der Standortfindung werden wir wie geplant 2026 die ersten Bohrungen und Tests durchführen können. Wir sind sehr zuversichtlich, dass wir 2028 mit dem Bau unserer Anlage beginnen und CO2-neutrale Wärme bereitstellen können.“

Ziel ist es, bis zu 90 Prozent des Wärmebedarfs des Mercedes-Benz Werks nachhaltig gedeckt werden. Vertraglich vereinbart ist, dass mindestens 10 Prozent der gewonnen Wärmeenergie in das Nahwärmenetz der Stadt eingespeist werden. Bürgermeister Steffen Weiß sagt dazu: „Die nachhaltig gewonnene Wärme wird für uns ein wichtiger Baustein sein, die kommunale Wärmewende zu vollziehen. Für viele Einwohnerinnen und Einwohner wird dies eine gute Möglichkeit sein, ihre alten und auf fossilen Energieträgern basierenden Heizungen zu ersetzen.“

Das Wärmewerk Wörth lädt am 7. Dezember von 11.30 bis 16 Uhr alle interessierten Bürgerinnen und Bürger in die Festhalle in Wörth ein und stellt seine Pläne zum geplanten Geothermie-Vorhaben und der anstehenden 3D-Seismik vor. Beim Infomarkt stehen an verschiedene Ständen Expertinnen und Experten des Wärmewerks und seiner Partner bereit und beantworten Fragen rund um das Thema Geothermie und das Vorhaben des Joint Ventures.

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