Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel Wächter über das Trinkwasser

Wilhelm Ochsenreither kkümmerte sich lange Jahre um die Qualität des Wassers in der Verbandsgemeinde Kandel.
Wilhelm Ochsenreither kkümmerte sich lange Jahre um die Qualität des Wassers in der Verbandsgemeinde Kandel. Foto: van

Wilhelm Ochsenreither, der langjährige Wassermeister der Verbandsgemeindewerke Kandel, tritt am 1. November seinen Ruhestand an. Rufbereitschaft an Sonn- und Feiertagen gehörte ebenso dazu, wie Bereitschaftsdienste. Wie er heute betont, sei er aber immer „gern schaffe gange“.

Neupotz. Seine berufliche Laufbahn begann Wilhelm Ochsenreither bereits mit 14 Jahren, als er im August 1970 als Lehrling zum Gas- und Wasserinstallateur bei der Firma Manfred Gehrlein in Neupotz einstieg. Nach der Gesellenprüfung war er noch, unterbrochen durch die Bundeswehrzeit, sieben Jahre dort beschäftigt und konnte somit erste Erfahrungen für seinen weiteren Berufsweg sammeln.

Ab 1989 Betriebsleiter im Wasserwerk Kandel

Dieser führte dann ab September 1977 zum Wasserwerk der Verbandsgemeinde Kandel. Er war dort bald stellvertretender Wassermeister und zuständig für Baustellendurchführung und Lehrlingsausbildung. In den Jahren 1983 und 1984 hat er in Rosenheim den Lehrgang zum staatlich geprüften Wassermeister erfolgreich absolviert und ab 1989 übernahm er dann die Führung des Wasserwerks Kandel als Betriebsleiter.

Zu seinen Aufgaben zählten die Vorplanung und die Überwachung der Arbeitseinsätze. Er war zuständig für die Trinkwassergewinnung, die Aufbereitung, die Wasserspeicherung und die Wasserverteilung. Ein Hauptaugenmerk war die Trinkwasserhygiene. In seiner Amtszeit wurde das Wasserwerk komplett erneuert und zur Verbesserung der Versorgungssicherheit und des Brandschutzes wurde 2018 ein zusätzlicher Trinkwasserbehälter gebaut.

Mehrere Neubaugebiete wurden erschlossen und neue Hauptleitungen bei Straßensanierungen verlegt. Bürgermeister Volker Poß dankte ihm in einer Feierstunde für den unermüdlichen Einsatz bei der Wasserversorgung über 42 Jahre hinweg. Er sei all die Jahre ein „Garant für sicheres Trinkwasser“ gewesen, so der Bürgermeister.

Zeit für Skulpturen und Enkelkinder

Das Schönste an seiner Tätigkeit war für ihn der vertrauensvolle Umgang mit seinen Vorgesetzten und Arbeitskollegen sowie den Kunden und den verschiedenen Firmen, sagt Ochsenreither. Dadurch haben sich über die Jahre eine gewisse Vertrautheit und sogar freundschaftliche Verhältnisse entwickelt.

Seine neu gewonnene Freizeit hat er in jüngster Zeit schon genutzt, um Skulpturen für den eigenen Garten herzustellen. Ochsenreither freut sich auch, dass nun mehr Zeit für die beiden Enkelbuben bleibt, die gerne mit ihm unterwegs sind. Nicht zuletzt wird er sein großes Hobby, die Blasmusik im Musikverein „Seerose“ weiter pflegen. Dort war er 28 Jahre im Vorstand tätig und hat schon eine Ehrung für 50 Jahre Aktivität erhalten.

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