Gegenüber RHEINPFALZ Plus Artikel Vom Jugendzentrum zum Seniorentreff

Bereit und voller Vorfreude auf ihre neue Aufgabe als Seniorenbeauftragte: Tanja Meyer-Kietz
Bereit und voller Vorfreude auf ihre neue Aufgabe als Seniorenbeauftragte: Tanja Meyer-Kietz

Angefangen und gewachsen in der Jugendarbeit ist Tanja Meyer-Kietz startklar für ihre neue Aufgabe als Seniorenbeauftragte in Kandel. Mit vielen Ideen im Gepäck fehlt nur noch ein Ende der Pandemie, um „richtig anzupacken“.

Erlernt hat sie zunächst den Beruf der Kinderpflegerin. Im Jugendzentrum von Kandel hatte sie es mit Kindern und Jugendlichen bis ins Erwachsenenalter zu tun und seit kurzem ist sie nun Senioren-Beauftragte der Stadt Kandel. Probleme im Umgang mit Menschen so verschiedener Altersgruppen hat sie überhaupt nicht. So freut sich Tanja Meyer-Kietz jetzt nicht nur über ihre neue hauptberufliche Beschäftigung in der Beratungsstelle des DRK-Kreisverbandes Germersheim in Kandel, sondern auch auf ihre ehrenamtliche Funktion in der Stadt Kandel. Hier löst sie Regina Kästel ab, die in den Ruhestand ging.

In Kandel erste Schritte in der Jugendarbeit

Tanja Meyer-Kietz stammt eigentlich aus Niedersachsen, wo sie in der Nähe von Hameln gelebt hat. Der „Liebe wegen“, wie sie freimütig einräumt, zog sie dann 2002 in die Südpfalz, wohnte zunächst in der Obergasse in Steinweiler, ehe sie vor acht Jahren mit beiden Kindern nach Kandel-Minderslachen zog. Eine erste Anstellung fand sie bei der Verbandsgemeinde Kandel, wo sie mit dem Jugendpfleger der Verbandsgemeinde, Holger Schendekehl, ihre ersten Schritte in der Jugendarbeit übernahm. Dann wechselte sie in die Leitung des Jugendzentrums der Stadt Kandel. Nähgruppen, Töpferkurse und Yoga bot sie an. Dabei lernte sie viele Kinder und Jugendliche kennen, arbeitete aber auch mit Einrichtungen, wie der Bürgergemeinschaft Kandel, zusammen. Im vergangenen Jahr organisierte man, auch zusammen mit dem „Haus der Familie“, ein Generationentreffen im Jugendzentrum, vom Baby bis zum hoch betagten Senior waren alle eingeladen und trafen sich in gemütlicher Runde um ein Lagerfeuer. Schließlich folgte jetzt der Wechsel auf eine Stelle beim Deutschen Roten Kreuz, das in der Hauptstraße 78, in Kandel, ein Beratungsbüro für Familien einrichtet. Dieser Schritt vom Jugendzentrum zum DRK sei mit einem „lachenden und einem weinenden Auge“ erfolgt. Eine größere Verabschiedung konnte es ja nicht geben, wegen Corona, aber man werde auf jeden Fall in Verbindung bleiben.

Seniorennachmittag soll bleiben

Tanja Meyer-Kietz hat sich auf ihre Aufgaben stets vorbereitet, Weiterbildungen zur Kinder-, Jugend- und Familienberaterin besucht und sich auch als Trauerbegleiterin ausbilden lassen. Das Amt der Seniorenbeauftragten geht sie mit großem Optimismus an, auch wenn ihr im Augenblick noch die Hände gebunden sind. Größere Veranstaltungen sind ja noch verboten. Auf jeden Fall will sie am Seniorennachmittag (an jedem dritten Donnerstag im Monat) in der Stadthalle festhalten. Hier freut sie sich auf die Unterstützung durch Freiwillige, auch durch Einrichtungen, wie Bürgergemeinschaft, Frauen- und Familienzentrum (Haus der Familie) oder die kirchlichen Gruppen. Eng will sie sich mit Manuela Tolkmitt, sie ist Seniorenbeauftragte der Verbandsgemeinde Kandel, abstimmen und ist sich ganz sicher, dass sie Stadtbürgermeister Michael Niedermeier oder City-Managerin Jennifer Tschirner mit unterstützen werden. Mit vielen Senioren hat sie schon Kontakt aufgenommen, nicht nur in der Nachbarschaft in Minderslachen, wo sie mit ihrem neuen Ehemann, Tochter (22) und Sohn (20) wohnt und sich schon ganz zu Hause fühlt. Für ihr Ehrenamt hat sie schon viele Ideen entwickelt, deren Umsetzung aber von einem baldigen Ende der Pandemie abhängt. Tanja Meyer-Kietz ist jedenfalls optimistisch, dass bald wieder „normale“ Zeiten anbrechen werden und sie so richtig anpacken darf.

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