Kreis Germersheim Viel Theater um Brandschutz

Spielerisch die Aufmerksamkeit für brenzlige Situationen schulen bei einem Parcours der Feuerwehr.
Spielerisch die Aufmerksamkeit für brenzlige Situationen schulen bei einem Parcours der Feuerwehr.

Was ist zu tun, wenn irgendwo ein Feuer ausbricht? Diese Frage versucht die Tournee-Oper Mannheim in Kooperation mit dem Landesfeuerwehrverband Rheinland-Pfalz, dem Regional-Feuerwehrverband Vorderpfalz, der Universität Koblenz-Landau und Professor Herbert Günther zu beantworten. Gestern Morgen war ein Ensemble der Tournee-Oper in der Tulla-Schule in Sondernheim zu Besuch.

Wer kennt nicht die Geschichte von Paulinchen und dem Feuerzeug? In der Kurzgeschichte für Kinder endet das Spielen mit Streichhölzern tödlich für das kleine Mädchen. Das mag vielen heute makaber vorkommen und doch ist die Gefahr im Umgang mit Feuer immer noch sehr präsent. Täglich riskieren Feuerwehrleute ihr Leben, um Brände zu löschen, Menschen zu bergen oder zu schützen. Dabei ist es sehr hilfreich zu wissen, wie man sich in einer solchen Gefahrensituation richtig verhält. Drei Schauspieler der Tournee-Oper stellten das Kinderstück „Marco und das Feuer“ vor und erklärten den rund 160 Schülern der Grundschule spielerisch den richtigen Umgang mit Feuer und die damit verbundenen Gefahren. Der junge Marco und seine zwei Freunde werden in diesem Stück immer wieder mit gefährlichen Situationen mit Feuer konfrontiert und erfahren am eigenen Leibe, wie schwierig es werden kann, die Kontrolle über das Element zurückzugewinnen, wenn man sie erst einmal verloren hat. „Da kann man sich lange im Klassenzimmer hinstellen und etwas von Brandschutz erzählen. So gut, wie bei diesem Theaterstück kommt das bei den Kindern nirgends an“, erklärt Peter Köhler, Schulleiter der Gottfried-Tulla-Schule. Während der Aufführung sind die Kinder mit heller Begeisterung bei der Sache. Die verlockende Wirkung, die Feuer auf den Menschen hat, wird vor allem deutlich, als die Kinder gefragt werden, ob Marco denn das Streichholz anzünden, oder besser warten soll, bis seine Mama wieder zu Hause ist. Die Daumen schießen in die Höhe. Feuer frei. Doch schnell schlägt die Freude über die kleine, verbotene Tat in Hektik um, als die Kinder aus einer Ecke der Bühne Rauch aufsteigen sehen, der von einer Nebelmaschine erzeugt wird. Laute Zurufe sollen die Schauspieler auf das Geschehen im Hintergrund aufmerksam machen. Gott sei Dank ist ein Feuerwehrmann zur Stelle, der mit einem Schlauch das Feuer löscht. Gerade noch mal gutgegangen. Zum Abschluss singt Marco mit seinen Freunden auf der Bühne noch einmal das Titellied des Theaterstücks und stellt sich und seine Kollegen vor. Auch Stefan Bodnar von der Freiwilligen Feuerwehr Germersheim stellt sich vor und bleibt für eine Fragerunde auf der Bühne. „Wie viel Wasser passt in den Wassertank?“ „Kommt durch den Helm auch Feuer durch?“ „Arbeitet die Feuerwehr auch nachts?“ „Wieso hat der Feuerwehrmann so dicke Schuhe?“ Geduldig warten die Kinder mit gestreckten Armen, bis sie an der Reihe sind, doch auch die Fragerunde ist irgendwann zu Ende. Danach geht es nach draußen. Die Feuerwehr hat auf dem Schulhof ein paar Spiele und Informationsstände vorbereitet. Hier kann man die verschiedenen Uniformen betrachten, bekommt das Löschfahrzeug von innen und außen gezeigt und erklärt, oder misst sich mit den Anderen im Gummistiefel-Weitwurf. Die fünf W-Fragen dürften die Kinder nun nicht mehr so schnell vergessen.

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