Kreis Germersheim RHEINPFALZ Plus Artikel „Verein erreicht Grenzen der Kapazität“

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Der TC Erlenbach möchte einen vierten Tennisplatz bauen. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch stellte Sandra Verhoff vom TC dem Rat das Projekt vor. Denn zum einen liegt das Gelände auf gemeindeeigenem Gebiet, zum anderen hätte der Verein gerne eine Bürgschaft von der Gemeinde für das Darlehen.

Der TC Erlenbach ist in den vergangenen neun Jahren von 130 auf 215 Mitglieder angewachsen, erklärte Verhoff die Notwendigkeit eines neuen Platzes. Unter den Mitglieder sind 62 Kinder, 180 Mitglieder kommen aus Erlenbach (jeder 5. Bürger). Der TC Erlenbach ist laut Verhoff, obwohl schon 25 Jahre alt, ein junger Tennisverein. Das Durchschnittsalter betrage 33,9 Jahre, deutschlandweit liege der Schnitt bei 54 Jahren. Der Verein ist Verhoff zufolge wichtig für das Dorfleben, bietet viele Aktivitäten und integriert Neubürger in den Verein und ins Dorf. Sportlich sei der Verein erfolgreich, gebe Pfalzmeistertitel im Jugendeinzel und im Mannschaftsbereich.

Jetzt hat der Verein laut Verhoff die Kapazitätsgrenze erreicht. Die Plätze seien oft wegen Trainings belegt, was manchmal Mitglieder verärgere, die einfach spielen wollen. Und es werde noch mehr: 20 Kinder unter sechs Jahren, die bald anfangen zu trainieren, werden nachrücken. Training müsse aber angeboten werden, sonst würden die Leute die Lust verlieren, sagt Verhoff. Zudem könne man mit einem vierten Platz besser Turniere ausrichten und an Spieltagen vier statt zwei Mannschaften anmelden. Werde kein neuer Platz gebaut, wandern Leute ab. Verhoff: „Das Risiko, keinen vierten Platz zu bauen, wäre aber größer, als einen zu bauen.“

Außerdem will der Verein eine Garage als Lagerraum errichten. Schlüsselfertig würde dies 60.000 Euro kosten, mit Eigenleistungen 45.000 Euro. Da über den Zinssatz des Clubhaus-Darlehens gerade neu verhandelt werde, soll dieses aufgestockt werden. In knapp zehn Jahren wurden hier bei einer monatlichen Belastung von 480 Euro mit Sondertilgungen rund 50.000 Euro zurückgezahlt. Durch den neuen, niedrigeren Zins (rund zwei statt 3,5 Prozent) würde die Rückzahlung um rund 100 Euro im Monat sinken. Diesen günstigen Zinssatz würde der Verein aber nur erhalten, wenn die Gemeinde wie auch schon bei den 70.000 Euro für das Clubhaus bürgt. Da das Projekt vom Sportbund bezuschusst werden könnte (35 Prozent), wurde eine Sondertilgung von rund 10.000 Euro von der VR-Bank angeboten.

Der Rat beschloss einstimmig, dass der Tennisverein einen vierten Platz auf dem Gemeindegrundstück bauen darf. Eine Entscheidung über eine Bürgschaft wurde allerdings vertagt. Der Grund war ein Hinweis von Ingrid Nuß zur Einladung. Dort war nur die Vorstellung des Projektes, nicht aber die Abstimmung Bürgschaft als Tagesordnungspunkt beschrieben. Ortsbürgermeister Maik Wünstel war sich nicht sicher, vielleicht einen Formfehler zu begehen und verschob die Abstimmung deshalb auf die nächste Sitzung.

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