Kreis Germersheim Verbandsbürgermeister Poß im Amt bestätigt

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Ein erleichterter Gewinner und ein strahlender Verlierer: So standen sich der alte und neue Bürgermeister Volker Poß (SPD) und Herausforderer Michael Niedermeier (CDU) gestern Abend in der Verbandsgemeindeverwaltung gegenüber. Am Ende lagen die beiden Kandidaten nur 534 Stimmen auseinander.

Bei der ersten Einblendung auf der Leinwand um kurz nach 18 Uhr atmen die zirka 30 Zuschauer rund um Amtsinhaber Volker Poß in der Verwaltung noch scharf ein: Herausforderer Niedermeier hat Vollmersweiler mit 60,8 Prozent für sich gewinnen können. Doch ab dem dritten von 16 Wahlbezirken liegt Poß vorne, Bürgermeister und Gefolgsleute wirken schon deutlich entspannter. 14 von 16 Bezirken sind zügig ausgezählt, dann beginnt das Warten. Minfeld und Winden fehlen. „War ja klar ...“, frotzelt die versammelte SPD-Prominenz. Irgendwann trudelt das Ergebnis aus Minfeld ein, alle starren auf die Leinwand – da stürmt Wahlleiter Norbert Knauber herein und wedelt mit einem Zettel. „Ich habe das Ergebnis.“ Das da lautet: 54,5 Prozent für Amtsinhaber Poß, 45,5 Prozent für Herausforderer Niedermeier. Die Wahlbeteiligung liegt bei 46,9 Prozent und damit etwas niedriger als bei der Wahl vor acht Jahren. Poß wird geherzt und gedrückt. „Ich bin erleichtert“, sagt er, „ich bin froh, dass es jetzt vorbei ist.“ Das Ergebnis „passt“, auch habe keiner der Kandidaten das Gesicht verloren. Nun starte er in die nächsten acht Jahre. Dann kommt eine CDU-Delegation, bestehend aus Niedermeier, Landrat Fritz Brechtel und Sozialdezernent Dietmar Seefeldt dazu. Niedermeier zeigt sich als strahlender Verlierer und nimmt gleich die Zahlen unter die Lupe: Wahlsieger und Verlierer trennen nur 534 Stimmen. „Das ist nicht viel“, sagt er. „Man hat mich unterschätzt.“ Nun habe er gezeigt, dass man auch einen Kandidaten ernst nehmen müsse, „der nicht direkt hier geboren ist.“ Die CDU konnte Vollmersweiler, Steinweiler, Minderslachen und einen Bezirk in der Stadt Kandel erringen. „Ich werde nicht von der Bildfläche verschwinden“, kündigt Niedermeier an. Kurz stehen die Kontrahenten gemeinsam vor den Zuhörern und bedanken sich für die Unterstützung. Dann machen sich beide Kandidaten daran, das Ergebnis zu feiern – Poß bleibt dazu gleich in der Verwaltung, Niedermeier geht zurück zur Wahlparty der CDU ein paar Straßen weiter.

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