Kommentar
Unnötige Attacken

Seit 2005 gibt es in Wörth die Tafel. Seitdem versorgt sie bedürftige Menschen mit Lebensmitteln und Dingen des täglichen Bedarfs, die von Firmen und Sponsoren gespendet werden. Zahlreiche ehrenamtliche Helferinnen und Helfer in fortgeschrittenem Alter sind dafür die Woche über im Einsatz. Selbst in den schwierigsten Pandemiezeiten mit Lockdown hielt die „Tafel“ Wörth für ihre Kunden die Türen unter den vorgeschriebenen Corona-Regeln offen. Jetzt haben diese ehrenamtlichen Helfer den Vorstand gebeten, zu überlegen, ob man nicht in Zukunft die Zwei-G-Regel anwenden sollte, damit sie auch einen gewissen Schutz vor der Infizierung erhalten. Der Vorstand hat die vernünftige Regelung getroffen, dass nichtgeimpfte Kunden sich ihre Ware von den Geimpften oder Genesenen mitbringen lassen können. Das scheint vom Ablauf her auch gut zu gelingen. Nur einige Mitbürger sehen darin einen Verstoß gegen die Menschlichkeit und reagieren mit Vorwürfen und Beschimpfungen, die zum Teil unter der Gürtellinie sind. Aber sehen diese nicht nur ihr Ego im Vordergrund und nicht das Bedürfnis der geimpften zahlreichen anderen Mitbürger, die für sie da sind, ihnen helfen und vor einer Infizierung möglichst geschützt werden wollen? Ist das ein Verständnis von Menschlichkeit?
