Kreis Germersheim Trotz höherer Einnahmen nicht mehr Geld in der Kasse

Den Haushaltsabschluss für das Jahr 2015 und die Entlastung von Bürgermeister und Verwaltung behandelte der Gemeinderat Erlenbach in seiner letzten Sitzung 2017 am Mittwoch. Über liquide Mittel verfügte die Gemeinde damals wie heute nicht. Der Haushalt musste über einen Kredit finanziert werden.
Die Bilanz 2015 weist eine Bilanzsumme in Höhe von 5.5 Millionen Euro aus, so Ortsbürgermeister Klaus Bolz. Diese setzt sich auf der Aktivseite aus einem Anlagevermögen in Höhe von etwa 5, 43 Millionen Euro und einem Umlaufvermögen von knapp 85.000 Euro zusammen. Das Vermögen der Gemeinde besteht aus etwa 4,1 Millionen Euro Eigenkapital, sowie 1,2 Millionen Euro aus Sonderposten. Die Schulden betrugen knapp 192.000 Euro. Die Eigenkapitalquote beläuft sich auf rund 74 Prozent. Das Jahresergebnis im Ergebnishaushalt weist einen Überschuss in Höhe von 3.228,61 Euro aus. Erlenbach verfügte zum 31. Dezember 2015 über keine eigenen liquiden Mittel mehr. Vielmehr wies der Kassenbestand einen Fehlbetrag von knapp 60.000 Euro aus. Ratsmitglied Dieter Roth, Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses, stellte dem Rat die Ergebnisse der Prüfung Ende November vor. Besonders hoch seien die Ausgaben für den Bauhof gewesen und da die Anschaffung von Geräten, so Roth. Positiv im Haushalt 2015 sei ein mehr an Gewebesteuereinnahmen gewesen, als zuvor geplant wurde. Viel habe Erlenbach davon nicht gehabt, denn dadurch habe die Gemeinde auch weniger Schlüsselzuweisungen, also weniger Geld vom Land erhalten. Bürgermeister und Beigeordnete sowohl der Verbands- als auch der Ortsgemeinde wurden vom Rat einstimmig entlastet. Zudem teilte Bolz mit, dass der Kirchturm gereinigt und taubensicher gemacht worden sei. Das Putzen kostete 250 Euro, allerdings bemängelte Ratsmitglied und Gemeindearbeiter Uwe Mühldorfer, dass die ausführende Firma hier durchaus ordentlicher hätte sein können. Nach Aussage von Mühldorfer, der die Schlupflöcher abgedichtet hat, liege noch viel Taubendreck in den Ecken. Auf Anfrage teilte Bolz zudem mit, dass der Kooperationsvertrag mit RMT - die Schweizer Firma will Glasfaserkabel in jede Gemeinde der Verbandsgemeinde legen – immer noch nicht unterschrieben sei. Die Firma will sich bei Verbandsbürgermeister Volker Poß melden, so Bolz. Grund für die Verzögerung könnte sein, dass RMT keine Firma in der Südpfalz gefunden hat, die das Verlegen der Leitungen übernommen hätte und erst eine Baufirma kaufen musste, vermuteten die Räte. Deshalb steht auch der Termin der Bürgerinformationsveranstaltung mit RMT noch nicht fest. Außerdem teilte Bolz mit, dass die nächste Sitzung vom Dienstag, 17., auf Mittwoch, 10. Januar, verschoben wurde. Der Förster will den Forstwirtschaftsplan vortragen, habe aber eine Woche später keine Zeit, so Bolz.