Kreis Germersheim Testpflicht an Schulen ist gestartet
Für Schüler, die am Präsenzunterricht teilnehmen wollen, gilt seit Montag bundesweit die Testpflicht. Großen Widerstand der Eltern gibt es offenbar nicht, wie eine stichprobenartige Nachfrage an Schulen im Kreis Germersheim ergab. „Echte Empörung haben wir keine“, sagte am Montag Wolfgang Poggel, Rektor der Integrierten Gesamtschule (IGS) Kandel. Schon vor der Einführung der Testpflicht hätten 70 bis 80 Prozent der Kinder das freiwillige Angebot genutzt. „Es sieht jetzt nach noch mehr aus, verlässliche Zahlen haben wir aber noch nicht.“ Das liege daran, dass am Montag nur die Hälfte der Schüler im täglichen Wechselunterricht anwesend waren. „Alle, die heute hier waren, haben mitgetestet“, sagt Poggel, der die Testpflicht begrüßt. Kein Schüler musste heimgeschickt werden.
Seit Montag dürfen Schüler nur noch am Präsenzunterricht teilnehmen, wenn sie zweimal in der Woche auf das Coronavirus getestet sind. Im Normalfall sollen sie an Selbsttests in den Schulen teilnehmen. Das „Notbremse-Gesetz“ des Bundes erlaubt alternativ Nachweise aus anerkannten Testzentren und in Ausnahmen – sofern die Schule zustimmt – Selbstauskünfte der Eltern, dass Tests zuhause durchgeführt wurden.
Auch an der Geschwister-Scholl-Realschule in Germersheim lag laut Schulleiter Gernot Stentz die Teilnahmequote an den Selbsttest am Montag bei nahezu hundert Prozent. Ab Klassenstufe 8 werden die Jugendlichen allerdings erst am Dienstag getestet. Am Montag wurden zwei Schüler nach Hause geschickt, die nicht mitmachen wollten. Sie kamen schnell wieder zurück: Die Eltern seien informiert worden und hätten dann der Teilnahme am Test zugestimmt.