Kreis Germersheim Tempo 30 nur für eine ganze Zone

Zwei Windener wünschten sich für die Mühlstraße eine Geschwindigkeitsbeschränkung auf 30 Stundenkilometer. In der Gemeinderatssitzung am Mittwoch wurde diesem Wunsch für drei Straßen und vier Gassen Rechnung getragen.
Denn, so teilte Bürgermeister Peter Beutel über die Nachfrage bei der Polizeiinspektion Wörth mit, für einen Straßenzug sei die Errichtung einer Tempo-30-Zone nicht möglich: weil dann „der Zonencharakter nicht vorhanden ist.“ Wenn allerdings der Bereich nördlich der Hauptstraße komplett zu einer Tempo-30-Zone übergehen würde, hätte die Polizei Wörth keine Bedenken. So umfasst die neue Tempo-30-Zone neben der Mühlstraße die Kirchstraße, Raiffeisenstraße, das Pfalzgässel, die Kuhgasse, die Fallgasse und die Waschgasse. „Es ist sinnvoll, weil dort das Bürgerhaus und eine Kinderbetreuungseinrichtung sind“, war Birgit von Borstel überzeugt. Nadja Renz widersprach: „Es ist Schwachsinn, drei oder vier Leute halten sich daran, die anderen nicht.“ Wenn man so etwas mache, müsse man es auch kontrollieren, warf Dieter Rapp ein. Eine weitere Frage war, ob sich wirklich nur zwei Anlieger für das Tempolimit ausgesprochen hätten. „Was man so hört, stimmen die anderen Anlieger zu“, meinte dazu der Bürgermeister. „Eine 30er-Zone ist nichts Schlimmes“ beschwichtigte Thorsten Pollatz die Gemüter. Er ist sicher, dass es die Autofahrer „ermutige“, wenn ein Schild vorhanden sei. Für Iris Berger wäre die Tempo-30-Zone eine Ergänzung, weil überall in den Nebenstraßen schon diese Geschwindigkeitsbegrenzung herrsche. Außerdem seien die Kosten für vier Schilder mit rund 100 Euro überschaubar. Und Luft nach oben, sprich weitere Verkehrsschilder, scheint es zu geben, denn die entsprechende Haushaltsstelle wurde in der Beschlussvorlage mit 6500 Euro beziffert. Dennoch, nur mit knapper Mehrheit fasste der Gemeinderat den Beschluss.