Schaidt RHEINPFALZ Plus Artikel Tempo 30 in Ortsdurchfahrt möglich

Tempo 30 gilt bisher in der Hauptstraße nur auf dem kurzen Stück vor der Schule. Das soll sich ändern.
Tempo 30 gilt bisher in der Hauptstraße nur auf dem kurzen Stück vor der Schule. Das soll sich ändern.

Die Verbindung aus der Südlichen Weinstraße nach Wörth prägt längst das Verkehrsgeschehen in Schaidt. Die Folgen für die Anwohner liegen auf der Hand: Lärm und Dreck. Da die obere Hauptstraße und die Speckstraße nicht der Stadt gehören, war daran bisher nichts zu ändern. Jetzt aber hat der Landesbetrieb Mobilität den Verkehrslärm gemessen .

Längst gilt überall in Schaidt Tempo 30 – nur nicht in der Hauptstraße und der Speckstraße. Dies möchte Thomas Krämer (Grüne), zweiter Beigeordneter der Stadt Wörth, ändern. Er fordert, dass auch für die zwei am stärksten befahrenen Straßen Schaidts Tempo 30 gilt. Das erhöhe die Verkehrssicherheit.

Jedoch könne der Stadtrat dies nicht eigenhändig entscheiden, da diese Straßen Kreis- oder Landesstraße sind und somit außerhalb des Aufgabenbereichs des Stadtrats liegen. Für diese Straßen sei der Landesbetrieb Mobilität (LBM) zuständig. „Der hat unsere Anfragen bisher immer abschlägig beschieden wegen des Verkehrsflusses“, so Krämer.

Hintergrund: Lärm-Aktionsplan des Landes

In der Vergangenheit habe der LBM aber auch klar gemacht, dass die Straßen nur zur Tempo-30-Zone werden können, wenn die Lärmbelästigung zu hoch ist. Nun habe der LBM aber in der Oberen Hauptstraße zwischen Dorfplatz und Ortsausgang in Richtung Steinfeld auch schon Lärmmessungen durchgeführt und den dort wohnenden Bürgern einen Zuschuss zugesichert, falls diese sich Lärmschutzfenster kaufen würden, so Krämer. Hintergrund sei der Lärm-Aktionsplan des Landes. Weshalb davon ausgegangen werden könne, dass dort die Schwellenwerte überschritten werden.

Vor diesem Hintergrund habe die Stadt jetzt am 6. Oktober einen Antrag für eine Tempo-30-Zone gestellt. Der Stadtrat werde sich diese Forderung in der kommenden Sitzung durch einen gemeinsamen Antrag aller Fraktionen zu eigen machen.

Parktaschen könnten Verkehr regulieren

Des Weiteren werde überlegt, inwieweit man durch Entfernen oder Hinzufügen von Parktaschen den Verkehr regulieren kann, so Krämer. Für die Parktaschen spreche, dass der Durchfahrtsverkehr ausgebremst wird, sodass sich jeder an Tempo 30 halten müsste, was die Verkehrssicherheit deutlich erhöhen würde. Für weniger Parktaschen spreche, dass dadurch ein lautstarker Stop-and-go-Verkehr verhindert werde. Jedoch befürchtet Krämer, dass im zweiten Fall die Autofahrer aufgrund nur schwer möglicher Überwachung schneller fahren als die dann erlaubten 30 Stundenkilometer.

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