Büchelberg
Tagespflege und Betreutes Wohnen
Tobias Simon von der Stadtverwaltung und Christian Scheiba, Pflegedienstleiter der Ökumenischen Sozialstation hatten hierzu eine 18-seitige Ausarbeitung vorgelegt, mit der sich die Mitglieder des Ortsbeirates in der nächsten Zeit eingehend beschäftigen dürften. Eingearbeitet wurden die Ergebnisse der Dorfmoderation, Aspekte der Dorfentwicklung und der Gedanke, den Ortskern baulich aufzuwerten.
Vor allem spielt dabei der Wunsch eine Rolle, das Grundstück „Am Pfarrgarten“ einzubeziehen und hier Möglichkeiten für ein „betreutes Wohnen“ zu schaffen. Ziel aller Bemühungen, so Abteilungsleiter Simon von der Zentralverwaltung der Stadt Wörth, sei es, die Menschen dabei zu unterstützen, möglichst lange eine selbstbestimmtes Leben in Büchelberg zu führen.
Demografie-Konzept berücksichtigt
Büchelberg soll weiterhin als attraktiver Wohnort wahrgenommen werden, indem man auch neue Angebote für Jung und Alt schaffe und auch generationenübergreifende Aktivitäten ermögliche. Das Konzept für Büchelberg berücksichtige auch die im „Demografie-Konzept“ der Stadt Wörth getroffenen Festlegungen und die im „Integrierten Standortentwicklungskonzept iSEP 2030“ der Stadt empfohlenen Maßnahmen.
Für Büchelberg empfiehlt man eine „Tagesbetreuung für pflegebedürftige Menschen“. An einem Tag in der Woche sollen dadurch die pflegenden Angehörigen entlastet werden. Die Menschen kommen in Kleingruppen zu jeweils 8 Personen zusammen, können so die sozialen Kontakte pflegen, essen gemeinsam. In die Betreuung werden auch ehrenamtliche Kräfte einbezogen. Bei der Dorfmoderation habe man festgestellt, dass ehrenamtliches Potenzial vorhanden sei, so Christian Scheiba von der Sozialstation. Allerdings müsse für diese Tagesbetreuung mit einer Betreuungspauschale von rund 70 Euro gerechnet werden. Je nach Pflegegrad können diese Kosten über den Entlastungsbetrag oder die Verhinderungspflege abgerechnet werden. Geeignete Räumlichkeiten für die Tagespflege stünden vorläufig auch der Räume im Rathaus zur Verfügung.
Investor wird benötigt
Ein weiterer Schritt wäre die Schaffung eines Angebotes für das „Betreute Wohnen“. Hierfür habe die Stadt schon 2013 das Areal im Pfarrgarten erworben. Die beiden Grundstücke haben zusammen eine Fläche von 1453 Quadratmetern. Das kleine Haus wäre zu sanieren. In einem neuen Gebäude, für das aber erst ein Investor benötigt wird, sollten rund sieben Seniorenwohnungen im Erdgeschoss eingerichtet werden. Normale Wohnungen könnten im Obergeschoss des neuen Hauses entstehen. Die Bewohner der Seniorenwohnungen müssten sich zum Abschluss eines Vertrages über die Betreuungsleistungen verpflichten.
Würde die Sozialstation die Betreuungsleistungen übernehmen, dann kümmerte sie sich um einen Hausnotruf, würde Sprechzeiten anbieten, Gemeinschaftsveranstaltungen organisieren und die Bewohner in vielen Fragen beraten. Als monatliche Betreuungspauschale (ohne Miete und separat abzurechnende Pflegekosten) wäre hier mit rund 240 Euro zu rechnen, so Christian Scheiba von der Sozialstation.
Ortsvorsteherin Stefanie Gerstner und ihr Stellvertreter Jürgen Stephany dankten Simon und Scheiba und der Stadtverwaltung für diese anschauliche Ausarbeitung, mit der man sich jetzt befassen wolle. Ihre wohl schwierigste Aufgabe ist dann die Suche nach einem Investor, der im „Pfarrgarten“ einen geeigneten Neubau errichtet und diese dann für ein „betreutes Wohnen“ zur Verfügung stellt.