Schwegenheim
Straßenfest: Standortwechsel geglückt
„Wir sind zufrieden, vom Essen her sowieso“, meint Edwin Tremmel, erste Vorsitzender des FCK Fan-Clubs „De Betzebuwe“. Denn Pilzpfanne, Steak- und Fischbrötchen und Bratwurst verkaufen sich sehr gut. Und es gab „keine Zwischenfälle“.
Das freut auch Peter Becker, den Ersten Vorsitzenden des Ortskartells, welches das mittlerweile zum 32. Mal stattfindende Fest organisiert hatte. „Keine Vor- und Unfälle, keine Schlägerei – das ist das Allerwichtigste.“ Erstmals fand das Fest auf einer neuen Location statt: Der Kerweplatz war der Hauptstandpunkt, im Ort verteilt gab es sechs weitere. Der Kerweplatz eigne sich gut, da ein größeres Festzelt aufgestellt werden könne und die Infrastruktur durch die Vereinshäuser rundherum sehr gut sei, erzählt Becker.
Umziehen musste des Fest aufgrund der Sicherheitsauflagen des Ordnungsamtes. Da die Organisatoren das traditionelle Fest nicht aufgeben wollten, war ein Standortwechsel die Lösung. „Der Versuch ist geglückt“, resümiert Becker mit Blick auf die Besucherzahl. Becker hofft 2024 auf mehr: „Wir entwickeln neue Ideen, weil wir vom reinen Essen und Trinken wegwollen.“ Deswegen gebe es jetzt ein „ansprechendes Programm“, an dem weiter gearbeitet werde – etwa Live-Musik, ein Zauberer, Vorführungen der Kitas und Grundschulen sowie der Vereine und ein Modelltraktor für die Kinder.
Erdbeerbowle und Europa-Hymne
Eine Aufführung hatten auch die Neun- bis Elfjährigen der Blaskapelle unter Jugendleiterin Jenny Kripp. Sie spielten sechs Stücke, unter anderem die „Europa Hymne“, „Aura Lee“ und „Bruder Jakob“. „Das war unser erster Auftritt“, erzählt Kripp. „Im April wurden wir wieder neu gegründet. Das war eine super Leistung dafür, dass wir erst seit einem Jahr spielen. Ich bin stolz, die Kinder haben das echt super gemacht.“ Mit einer Mischung aus klassischen und vor allem modernen Liedern habe sich der Verein über Corona retten können.
„Erdbeerbowle ist das Kultgetränk des Straßenfests“, sagt die Vorsitzende der Landfrauen, Diane Hellmann. Eis und Erdbeerbowle gingen bei den heißen Temperaturen am Stand der Landfrauen besonders gut.
Conny Wolff, erste Vorsitzende des Turnvereins, ist „sehr zufrieden“. Ihr Verein stemmt mit rund 60 bis 70 Helfern viele Stationen: unter anderem Crêpes-Station, Cocktailbar, den Essens- und Getränkestand und die Kasse. Und natürlich die hochwertigen Turn-Aufführungen der verschiedenen Abteilungen. „Das ist notwendig. Wir überleben durch solche Feste, Spenden und Sponsoren.“ Durch Corona kam man ohne Mitgliederschwund vor allem durch die ehrenamtlichen Trainer, die Zoom-Meetings angeboten hatten, durch treue Mitglieder und Eltern und durch die strikte Einhaltung der Hygiene-Auflagen. „Danach kam die Energiekrise. So rettet man sich von einer Krise zur nächsten.“ Stolz ist sie auf den Zusammenhalt im Verein und darauf, dass die Leistungsklasse der Turner mittlerweile deutschlandweit agiert, ebenso auf den Aufstieg der Handballer auf die Bundeslandesebene. „Wir sind ein kleiner Verein und trotz Corona sehr erfolgreich.“