Schwegenheim
Straßenfest oder Sommerfest? Dorffest-Planung läuft
Das Schwegenheimer Straßenfest, das bisher vor allem rund um den Lindenplatz und entlang der Hauptstraße stattfand, ist weit über die Ortsgrenzen hinaus bekannt und beliebt. 2019 fand der Besuchermagnet zum 31. Mal statt. Dann kam die Corona-Pandemie. Sie vermieste Bürgern, Vereinen und Institutionen 2020 sowie 2021 das Feiern. Weil der bisherige Ortskartell-Vorstand wegen nicht geglückter Neuwahlen seit Februar 2022 neun Monate nur noch kommissarisch im Amt war, organisierten die Teilnehmer vergangenes Jahr eigenständig ein erfolgreiches Sommerfest rund um den Kerweplatz sowie auf den umliegenden Vereinsflächen – als Straßenfest-Ersatz.
Seit Ende November gibt es einen neuen Ortskartell-Vorstand, der sich seit Januar mit der Festplanung für 2023 befasst. Erste Ergebnisse liegen nun vor: Der ursprüngliche Name und der bekannte Termin bleiben erhalten: „Das hat Tradition“, betont Ortskartell-Vorsitzender Peter Becker. Am dritten Wochenende im Juni findet also wieder ein Straßenfest statt: „Die Vereine und Institutionen sind nach langer Durststrecke sehr ambitioniert und engagiert, in gewohnter Manier ihr Fest durchzuführen.“
Veränderungen geplant
Aber: „Es wird Veränderungen geben. Das Straßenfest wird neu erfunden, soll in neuem Kleid aufgezogen werden“, fügt er an. Soll heißen: Wie beim letztjährigen Sommerfest sollen das Gelände rund um den Kerweplatz und die umliegenden Vereinsbereiche „Dreh- und Angelpunkt“ der Veranstaltung werden. Becker verweist dabei auf einen einstimmigen Beschluss des Ortskartells: „Der Lindenplatz ist gegessen.“ Die Gründe dafür seien vielseitig: „Die immer dünner werdende Personaldecke in vielen Vereinen, die immensen Kosten für das Equipment und schließlich die Auflagen, welche der Sicherheit der Besucher dienen, haben zu dieser Entscheidung geführt.“ Dennoch sei man guten Mutes, eine gelingende Veranstaltung am neuen Ort auf die Beine zu stellen.
Becker kündigt „so manche Überraschung“ an: So will das Ortskartell „Kleingewerbetreibende sowie Kunsthandwerker“ für das Fest gewinnen. Und: Es ruft auch Bürger dazu auf, „sich aktiv mit einem Stand am Straßenfest zu beteiligen, um das Event abzurunden“. Mit der Arbeit im Ortskartell ist der Vorsitzende übrigens sehr zufrieden: Dass sich der Vorstand aus „erfahrenen Hasen und neuen Gesichtern“ zusammensetze, habe sich bewährt: „Es entstanden viele neue Ideen und Anregungen.“