Kreis Germersheim Stichwort: Naturschutzgroßprojekt

„Im Süden der Landkreise Germersheim und Südliche Weinstraße liegt zwischen dem Pfälzerwald und den Rheinauen der schönste Niederungswald Deutschlands. Zum Schutz und zur Entwicklung dieser einmaligen Landschaft wurde das Naturschutzgroßprojekt Bienwald ins Leben gerufen.“ Das steht als Einstieg auf der Internetseite des Naturschutzgroßprojektes Bienwald. Die 18.000 Hektar große Projektfläche – davon sind 12.000 Hektar Bienwald – erstreckt sich auf dem Gebiet der Verbandsgemeinden Bad Bergzabern, Hagenbach, Jockgrim, Kandel und der Stadt Wörth. 1680 Hektar des Waldes werden als sogenannte Prozessschutzzone zur Naturwaldfläche entwickelt. Planungsbeginn für das Naturschutzgroßprojekt war 2004; 2009 begann die Umsetzung. Im Jahr 2010 bezog das Projektteam mit der damaligen Leiterin Kerstin Arnold mit drei Mitarbeitern in den Bereichen Landespflege, Biologie und Verwaltung das Projektbüro im Kandeler Bahnhof. 2013 löste der Biologe Dr. Peter Keller Arnold als Projektleiter ab. Sein Vertrag ist mit Ende des zehnjährigen Fördervertrages ausgelaufen. Seitdem ist Verwaltungsmann Manfred Wüst kommissarischer Leiter des Projektteams, in dem Waltraut Busch und Daniel Becker mitarbeiten. Zu den wichtigsten Aufgaben im Naturschutzgroßprojekt zählen Flurbereinigungen, Gewässerrandstreifen, Flächenankauf, naturnahe Bewirtschaftung von Flächen durch Vertragslandwirte. Viele dieser Arbeiten sind noch nicht abgeschlossen, weshalb beim Bundesamt für Naturschutz ein Antrag auf zweijährige Verlängerung der Förderung gestellt wurde. Der Verlängerungsantrag ist auch notwendig, weil es nach Beginn der Umsetzungsphase nur langsam vorwärts ging, gebremst beispielsweise durch (politische) Streitigkeiten um Brennholzleserechte oder Sinn und Größe der Prozessschutzzone. Projektbüro Georg-Todt-Str. 2, Kandel, Telefon: 07275 6170990, E-Mail: projektbuero@kreis-germersheim.de, Fax: 07275 6170991, Internet: www.bienwald.eu.
