Kreis Germersheim Statt Rad schlagen mit Messer und Gabel jonglieren

Placeholder-Image

Dass das Schulzentrum Wörth mit Gymnasium, IGS und Dorschberg Grundschule eine Mensa braucht, ist unstrittig. Rund 400 Schüler essen dort jeden Tag zu Mittag (wir berichteten). Entsprechend winkte der Kreistag das 2,8-Millionen-Euro-Projekt ohne Gegenstimme bei drei Enthaltungen durch.

Kritik allerdings rief die Planung des Kreises bei SPD und Grünen hervor. Wenn die Sporthalle wie geplant zur Mensa umgebaut werde, gehe Platz für Sportunterricht und Sportangebote der Vereine verloren, sagten SPD-Sprecher Joachim Paul und Ursula Radwan (Grüne). Paul, auch SPD-Fraktionsvorsitzender im Wörther Stadtrat, kritisierte, dass der Kreis keine weitere Sportmöglichkeit in der Stadt Wörth schaffe, obwohl er die Halle als Mensa für zwei Schulen in seiner Trägerschaft nutze. Vereinbarte Gespräche zu diesem Thema zwischen Kreis und Stadt Wörth hätten nie stattgefunden. Landrat Fritz Brechtel (CDU) hielt dem entgegen, dass die Planung in Abstimmung mit Schulen und Elternbeiräten stattgefunden habe. Die Mensa werde gebraucht und es gebe keinen anderen Platz als die Sporthalle. Insgesamt, so der Landrat, sei die Sporthallensituation in Wörth „vergleichsweise sehr gut“, zumindest besser als in vielen anderen Kommunen. Gespräche mit der Aufsichts- und Dienstleistungsdirektion (ADD) hätten außerdem ergeben, dass das Sporthallenangebot ausreichend sei. Das zweifelte Ursula Radwan (Grüne) an. Als Beigeordnete der Stadt Wörth habe sie jedes Jahr Hilferufe der Vereine und Schulen nach mehr Platz für Sport bekommen. Ob es ausreichend Platz für Sport in Wörth gibt, wie die ADD feststellt, sei nicht so einfach zu beantworten. Es gebe schließlich keine zuverlässige Erhebung und die Kreisschulen Europagymnasium und IGS hätten Radwan entsprechende Auskünfte verweigert beziehungsweise auf Anfragen gar nicht reagiert. )

x