Kreis Germersheim Standort-Wunsch bekräftigt

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Es gebe nur „enge Spielräume“ bei den Finanzen, schickte Tobias Simon von der Stadtverwaltung Wörth der Vorstellung des Investitionsprogramms für den Ortsbezirk Schaidt voraus. An der bereits bestehenden Planung hatte der Ortsbeirat nichts zu bemängeln. Allerdings gab er Simon eine Liste mit einer Reihe von zusätzlichen Wünschen und Anregungen.

Über 20 Punkte umfasst die Liste. ein großer Teil davon betrifft in irgendeiner Form die Sanierung von Straßen und Plätzen. Der Feldweg am Wasserhaus, der bei vielerlei Festivitäten im Ort als Umleitung genutzt wird, solle entsprechend ausgebaut werden. Simon hielt dem entgegen, dass bei Ausbau oder Erschließung Beiträge anfallen würden, was wiederum nicht gewollt sei. Die Situation könne man aber nicht so lassen, meinte Ortsvorsteher Kurt Geörger (SPD), der Weg sei sogar als Feldweg „eine Schande“, da könne man nicht mal mehr laufen. Die angedachte Lösung, den Beton mit Asphalt zu überziehen, sei von Experten verworfen worden, erklärte Simon, da müsse man sehr bald mit Schäden rechnen. Weitere Beratungen sind also vonnöten. Offen zeigte sich Simon dagegen für den Vorschlag, am Bahnhaltepunkt Fahrradboxen zum Schutz gegen Diebstahl und Zerstörung aufzustellen. Unter Berücksichtigung der Vorschlagsliste wurde die Planung vom Ortsbeirat einstimmig gebilligt. Unzählige Sitzungen und ein hoher Zeitaufwand seien die bislang einzigen Erfolge in der Frage einer Ortsumgehung, klagte Geörger. Fast vier Jahrzehnte werde über das Thema diskutiert, ohne dass eine akzeptable Lösung in Sicht sei. Das sei „politisch nicht gewollt“, resümierte Herbert Hauck (SPD), und Gerhard Weiller (CDU) störte sich an der Art und Weise der Verkehrszählung. Um aussagekräftige Werte zu erhalten, müsse eine Zählung mal eine ganze Woche rund um die Uhr erfolgen. Geörger flüchtete sich in Sarkasmus: Da ja angeblich der Verkehr von Jahr zu Jahr weniger werde, habe sich das Problem dann erledigt, wenn „eines Tages überhaupt keine Autos mehr fahren“. Erfreut zeigte sich Geörger darüber, dass im Oktober zumindest mal ein „konstruktives Gespräch“ zu den anstehenden Problemen in Sachen Westwallwanderwege stattgefunden habe. Der Pfälzerwaldverein habe sich dabei „im Prinzip“ bereiterklärt, die benannten Gefahrenquellen zu beseitigen. Die noch offenen Punkte sollen in einem weiteren Gespräch abgehandelt werden. Zündstoff liegt weiter in der Frage, ob die bestehende Kulturhalle umgebaut oder an anderem Standort im Sportgelände neu gebaut werden soll. Der Unmut der Schaidter richtet sich in erster Linie gegen Stadtbürgermeister Harald Seiter (CDU), der sich über den Wunsch der Bürger nach einem Neubau hinwegsetze. Worte wie „Ignoranz“ und „diktatorisch“ machten auch nach der Sitzung die Runde unter den sehr zahlreich erschienenen Zuhörern. Eindringlich appellierte Geörger an die Entscheidungsträger im Stadtrat, Wunsch und Willen der „großen Mehrheit der Schaidter Bevölkerung“ zu respektieren. (tong)

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