Wörth Stadtspitze appelliert an Verkehrsbewusstsein
Die Stadtverwaltung habe in den vergangenen Jahren „an zahlreichen Stellen regelnd und steuernd in den öffentlichen Straßenverkehr eingegriffen“, heißt es in einem Schreiben von Bürgermeister Dennis Nitsche (SPD) und den Beigeordneten Rolf Hammel (SPD) und Thomas Krämer. (Bündnis 90/Grüne). Als Beispiele nennen sie unter anderem Tempo-30- und Einbahnstraßen-Regeln, Bodenschwellen und Lkw-Durchfahrtsverbote. Doch nur mit immer schärferer Regulierung werde auf den Straßen und Plätzen keine Lebensqualität geschaffen. Um ein „Paradies für Fußgänger, Radfahrer und alle anderen Verkehrsteilnehmer“ zu schaffen, müsse jeder seinen Beitrag dazu leisten.
Für die „Schreckensliste der kleineren und größeren Verkehrs- und Umweltsünden“ findet die Stadtspitze alltägliche Beispiele: „Das Pizza-Taxi, dass nur schnell falsch herum durch die Einbahnstraße fährt; die eilige Mutter, die das Kind an der Schule absetzt und dann mit Tempo 60 durch enge Gassen voller Schulkinder davonbraust; der SUV-Fahrer, der mitten auf dem Gehweg parkt, um schnell Geld zu holen; der Kraftfahrer, der ein Lkw-Durchfahrtsverbot ignoriert, um ein wenig Zeit zu sparen“ - in der Summe „wir alle, die anstelle des Fahrrads das Auto nehmen für kürzeste Strecken“.
Mehr Klimaschutz, weniger Lärm
Die Bürger der Stadt selbst hätten „überwältigenden Einfluss“ auf das, was sich auf den Straßen in den Orten abspielt: „Wir machen uns gegenseitig die Straße und den öffentlichen Raum zur sprichwörtlichen Hölle.“ Der Appell lautet: die Stadt gemeinsam zu einem „besseren Ort für Kinder, für Fußgänger, für Radfahrer und für ein gutes Leben im öffentlichen Raum zu machen!“ Weniger Fahrten mit dem eigenen Auto, rücksichtsvolleres Fahren und bedachte Streckenwahl würden für mehr Sicherheit für Kinder im Straßenverkehr und Klimaschutz sowie für weniger Abgase, Lärm und Stress hinterm Steuer sorgen.
Die Stadtverwaltung ruft dazu auf, bewussteres Handeln über Facebook und in Nachrichten an die Verwaltung mitzuteilen. Wenn möglichst viele Bürgerinnen und Bürger sich beteiligten, so die Botschaft, könnte der Sommer so sein, wie er sein solle: „Entspannend, entschleunigt, stressfrei und heiter.“