Germersheim
Stadtspaziergang in der Kultur- und Museumsnacht
Zur sinnvollen Grundausstattung eines geübten Besuchers der Kultur- und Museumsnacht (Kumuna) gehören neben Programm mit Stadtplan (unbedingt!) vor allem bequemes Schuhwerk, dem Wetter angepasste Kleidung, eine Maske, eine große Portion Neugier und die Bereitschaft, sich faszinieren und verzaubern zu lassen. Da die einzelnen Angebote auf mehrere Stationen in der Innenstadt verteilt sind, ist ein kleiner Stadtrundgang am Freitag, 4. November, inklusive.
Lichterzauber und staunende Gesichter wird es sicherlich sowohl beim Schattentheater als auch bei den „einfach magischen“ Vorführungen im entsprechenden Theater im Weißenburger Tor geben. Überraschungen in Form kleiner Kulturhäppchen bietet die Städtische Musikschule bei ihrem „Walk don’t walk“ durch die geheimnisvollen Festungsgänge in Fronte Beckers.
Kunst in der Festung
Ohne Musik, aber mit viel Information geht es durch Kasematten und Minengänge bei den nächtlichen Schnupper-Festungsführungen. Viele ehemalige Festungsgebäude werden heute neu genutzt und auch in der Kumuna mit Leben erfüllt.
Ein Kumuna-Zentrum ist der Stadtpark Fronte Lamotte. Dort bieten die Vereine Europalz und Interkultur ein abwechslungsreiches Programm. So sind im Haus Interkultur von 19 bis 1 Uhr ausdrucksstarke und farbintensive Acryl- und Kohle-Gemälde der Kandeler Künstlerin Nadine Scherrer zu betrachten. Etwas fürs Ohr bietet „die gechillte Akustik-Chanson-Liedermacherin“ Simone Mitzner (20 und 22.20 Uhr) aus Kandel mit Gitarre, Ukulele, Bluesharp, Stompbox. Modernen Astro-Punk-Yoga-Pop, gepaart mit Singer- und Songwriter-Anteil bietet die Band Schnauze Lübke (23.30 Uhr). Abgerundet wird das Programm durch Auftritte der Germersheimer Poi-Spinning-Gruppe Fireflies, unter Leitung ihrer Trainerin Irina Rudolf. Deren drei Feuershows sind um 20.45, 21.55 und 23.05 Uhr zu erleben. Und im Atelier von Karl-Heinz Deutsch wird Kunst in Licht und Video getaucht und gleichzeitig Lichtkunst präsentiert.
Wer Lust hat, Neues zu lernen oder seine alten Kenntnisse wieder aufzufrischen, kann dies zum Beispiel bei öffentlichen Chorproben im Pfarrsaal an der Katholischen Kirche oder durch Schnupper-Sprachkurse an der Uni tun.
Neues Brennerei-Museum macht mit
Schon vor der offiziellen Eröffnung ist das neue Brennereimuseum in der ehemaligen Spritfabrik Berkel in der Klosterstraße für die Kumuna-Besucher geöffnet: Überraschendes rund um den „Tausendsassa Alkohol“ wird präsentiert.
„Historisches zum Thema Straßen und Brücken“ zeigt im Film das Deutsche Straßenmuseum im Zeughaus. Im gleichen Gebäude stellt der Kunstverein Werke „Schwarz auf Weiß“ aus.
Einige Germersheimer Geschäftsleute beteiligen sich an der Kumuna nicht nur indem sie ihre Läden länger als sonst geöffnet lassen, sondern auch mit inspirierenden Kunstausstellungen, Musik und Texten – ergänzt durch das ein oder andere kulinarische Häppchen und Getränk. Apropos Kulinarik: Gegen Hunger und Durst der Besucher sind die Veranstalter bestens gewappnet, zum Beispiel mit deftigem Erbseneintopf aus der Feldküche – begleitet durch eine Diashow „Germersheim in alten Ansichten“.
Klangteppich wird ausgelegt
Der Kumuna-Besucher wird bei seinem nächtlichen Rundgang von einem Klangteppich begleitet. An vielen Veranstaltungsorten gibt es Livemusik: Chorgesang, Chansons, „Astro-Punk-Yoga-Pop, Country und mehr. „Tauchen Sie ein in Germersheims kulturelle Erlebniswelt und lassen Sie sich inspirieren“ lädt Bürgermeister Marcus Schaile die Besucher der Jubiläumskumuna ein, die 20. ihrer Art, die wegen Corona eben im Jahr 2022 an 25 Stationen gefeiert wird.
Eröffnet wird die lange Nacht um 19 Uhr in der Stadthalle mit den „Moving Shadows“, „Kapelle, Kapelle“ und Kumuna-Spezialitäten aus dem Stadtgarten-Restaurant.
Info
20. Kumuna der Stadt Germersheim, Freitag, 4. November, 19 bis 1 Uhr. Programmflyer gibt’s im Stadthaus und in der Tourist-Info oder zum Download unter www.germersheim.eu. Der Eintritt zu allen Stationen ist frei. Die Geschäfte sind bis 22 Uhr geöffnet.