Kandel
Stadtentwicklungskonzept: Kandel hat viel Potenzial – wo jetzt angesetzt werden soll
Wie lässt sich die Stadt angesichts begrenzter finanzieller Mittel attraktiver machen? Vor zwei Jahren haben die städtischen Gremien beschlossen, sich professioneller Hilfe zu bedienen, um die Möglichkeiten der innerstädtischen Entwicklung auszuloten. Ebenso um für die Bienwaldstadt ein Image zu entwickeln, mit dem man nach außen wie nach innen auftreten kann.
Das „Image- und Innenstadtentwicklungskonzept“ für Kandel liegt nun vor. Auf 234 Seiten haben die Autorinnen und Autoren der „imakomm Akademie“ formuliert, wie Kandel seine Innenstadt und sein Image weiterentwickeln könnte. Eingebunden wurden auch Bürger, Privatleute und Geschäftsinhaber.
„Wir haben nun ein gemeinsames Fundament für die Entwicklung der Innenstadt, auf das sich die Stadtgesellschaft verständigt hat“, lobt City-Managerin Jennifer Tschirner. Sie ist mit den Ergebnissen sehr zufrieden. Nicht ganz überraschend kam die Feststellung, dass Kandel ein hochattraktiver Standort sei, der viel Entwicklungspotenzial aufweist.
Anreize für längeren Aufenthalt schaffen
Als Maßnahmen sollen zusätzliche Besuchsanreize geschaffen werden. Im Einzelhandel sieht man Möglichkeiten für Garten- und Heimwerkerbedarf und Läden, die Elektroartikel, Spielwaren oder Blumen anbieten. Einige Angebote hierfür hat waren in der Vergangenheit bereits angesiedelt.
Auch im Bereich der Gastronomie gebe es noch „Luft nach oben“. Hochwertige gastronomische Angebote mit Außenbestuhlung würden der Innenstadt sehr gut tun, so die Studie. Auch Plätze und Passagen würden derzeit noch nicht optimal genutzt. Es gelte, die Besucher zu längerem Verweilen einzuladen. Das könne gelingen, wenn die Innenstadt als Treffpunkt angenommen werde.
Bereits angelaufen ist das aktive Ansiedlungs- und Leerstands-Management, bei dem es schon erste Erfolge gab. Das Image der Stadt Kandel als „lebendige, historische und talentreiche Stadt“ müsse sichtbar und erlebbar sein.
Regelmäßige Treffen zur Umsetzung
Künftig sollten die „Innenstadtentwickler“ in regelmäßigen Abständen zusammenkommen, um aktuelle Themen abzustimmen, heißt es in dem Konzept. Ein „Strategiekreis Kandel“ mit Bürgermeister und Vertretern der Stadtratsfraktionen müsse sich halbjährlich treffen. Und dem Stadtrat sei jährlich Bericht zu erstatten.
Konkrete Maßnahmen, die kostengünstig umzusetzen sind, sollen zuerst angegangen werden.
„Das ist kein Programm für die Schublade“, würdigte Stadtbürgermeister Michael Gaudier (CDU) das Konzept bei der jüngsten Sitzung des Stadtrats. Das Gremium gab einstimmig „grünes Licht“ für die Umsetzung.
Info
Wer am gesamten Konzept interessiert ist, kann sich an City-Managerin Jennifer Tschirner im Rathaus an Jennifer.Tschirner@vg-kandel.de wenden.