Kreis Germersheim Sport für das Selbstwertgefühl

17 Sportbegeisterte der Südpfalzwerkstatt Werk Wörth reisen zu den Special Olympics Landesspielen nach Speyer. In vier Sportarten messen sie sich dort mit anderen geistig behinderten Sportlern aus ganz Rheinland-Pfalz mit dem Ziel, eine Medaille mit nach Hause zu nehmen. „Für unsere Leute ist das etwas ganz Besonderes“, sagt Delegationsleiter Gerhard Metz. Es gebe natürlich auch immer wieder mal Sportfeste, an denen er mit seinen Sportlern teilnehme, „bei den Special Olympics ist aber alles etwas größer“. Entsprechend groß ist die Vorfreude auf die Landesspiele, die in diesem Jahr in Speyer stattfinden. Der erste Höhepunkt wird die Eröffnungsfeier heute Abend sein. So richtig ans Eingemachte geht es am Dienstag und am Mittwoch. Dann kämpfen die Wörther Athleten in vier verschiedenen Sportarten um das begehrte Edelmetall. „Sechs unserer Leute werden am Badminton-Turnier teilnehmen, acht andere spielen Boccia“, so Metz. Die restlichen drei Teilnehmer treten im Stadion zu den Leichtathletik-Wettbewerben an. Metz gehe es in erster Linie darum, dass „wir drei schöne Tage haben und jeder sein Bestes gibt“. Das Ergebnis stehe für ihn nicht an erster Stelle. Für die Sportler gilt die Einstellung nur bedingt. „Die wollen schon unbedingt eine Medaille gewinnen“, weiß Metz. „Ich gehe davon aus, dass fast alle mit einer Medaille heimkommen.“ Die meisten der 17 Wörther Olympioniken nehmen erstmals an den Special Olympics teil. Das sei bewusst so. „Ich nehme nicht die besten Sportler mit, sonst wären immer die Gleichen dabei“, sagt Metz. Das wäre deshalb nicht gut, weil die Wettkämpfe neben der sportlichen Betätigung noch einen weiteren Effekt haben. „Die hohe Aufmerksamkeit bei den Special Olympics steigert das Selbstwertgefühl der Teilnehmer ungemein. Sie erfahren eine Anerkennung, die nicht alltäglich ist“, so Metz. (cde)