Kreis Germersheim Sommerregen kann Kombibad-Bilanz nicht verhageln

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Hauptpunkt der Sitzung des Werkausschusses am Donnerstag war das Bäderkonzept der Stadt Wörth. Es fußt auf der Untersuchung der GMF Neuried, einer mit der Entwicklung und dem Betrieb von Bädern befassten Beratungsgesellschaft. Der Arbeitskreis „Bäderausschuss“ hatte eine Variante der Studie detailliert ausarbeiten lassen. Das Ergebnis empfahl er Ende September dem Werkausschuss und dem Stadtrat.

Die Planvariante sieht am Standort Badepark den Bau eines Ganzjahres- oder Kombibades vor, außerdem den Abriss des jetzigen Hallenbades. Neben dem wettkampftauglichen Hallenbadneubau werden die Gebäude und Becken der bestehenden Anlage umfassend modernisiert. Ziel ist, den Bestand zu halten und die Attraktivität zu steigern. Das bezwecken auch die aufgewerteten Sauna- und Gastronomiebereiche. Hinzu kommt ein erweitertes Erlebnis-, Sport- und Aktivangebot, ferner ein Angebot für Familien mit Kleinkindern (die RHEINPFALZ berichtete). Die Wasserfläche der Freibadbecken wird im Kombibad uneingeschränkt erhalten bleiben, versicherte der Beigeordnete Klaus Ritter (CDU). Nachfragen galten der wirtschaftlich begründeten Skepsis der GMF-Berater: Wegen der hohen Bäderdichte der Großregion sei der Markt gesättigt, das Besucherpotenzial begrenzt. Wörths Ausschüsse sehen das anders: Das Kombibad sorge tendenziell für eine höhere Auslastung, weil Badefreunde nun flexibel auf Wetterschwankungen reagieren könnten. Anders gesagt: Selbst bei extrem unbeständigen und längeren kühlen Sommerperioden kann dort geschwommen werden. Niemand muss mehr zu Hause bleiben. Darum erwartet der Beigeordnete, dass die Zahl der Badegäste entgegen der Expertenprognose steigen wird. Stärker fördern wolle man auch die nichtöffentliche Nutzung (Schulen, Vereine). Für das Kombibad spricht laut Ritter die günstigere Bilanz: Synergien bei Nutzung, Wartung und Personal verringern die laufenden Kosten. Ganz besonders aber das Betriebsdefizit. Es sinkt um rund eine Viertelmillion Euro pro Jahr. Bei dem nach heutigem Qualitätsstandard auf 15,8 Millionen Euro veranschlagten Großprojekt wiegt dieser Aspekt auf Dauer schwer. Der Werkausschuss stimmte mehrheitlich bei wenigen Enthaltungen für den Antrag „Neubau Kombibad“. Voraussichtlich wird über die Vorplanung Ende des Jahres 2017 entschieden. Ebenfalls angenommen wurden die Zwischenberichte (Stand: 31. August 2016) und Investitionsprogramme 2017/18 für den Badepark, das Hallenbad und die Abwasserbeseitigungseinrichtungen. |hkr

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