Kreis Germersheim Sieben Wasserratten trotzen der Kälte

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„Ich spring noch einmal“, ruft Luzie und ist bereits auf dem Weg in Richtung Treppe, um die Stufen bis hinauf zum Fünf-Meter-Turm zu erklimmen. Dann geht es schnell: Kaum ist die Zehnjährige oben zu sehen, befindet sie sich auch schon wieder im freien Fall ins Wasser. Das ist keine ungewohnte Szenerie, hier im Badepark Wörth.

Es gibt allerdings einen markanten Unterschied: Normalerweise tummeln sich gerade jetzt, während den Sommerferien, rund 5000 Menschen auf den großzügigen Wiesen, Sportfeldern und Wasserbecken des Schwimmbades. An diesem Mittwoch muss man die Gäste allerdings suchen, denn das Thermometer zeigt nur 17 Grad. Ein paar Hartgesottene ließen sich davon dennoch nicht abschrecken. Immerhin war ja wieder der jährliche Schülertag, an dem alle Schüler freien Eintritt hatten. Für Luzie, ihren Bruder Lorenz und die Freunde Rosa, Jakob und Simon aus Mörzheim und Offenbach war damit klar: „Wir gehen heute in den Badepark“. „Heute ist ja noch relativ gutes Wetter im Vergleich zu den bisherigen Ferientagen“, sagt Lorenz und stellt klar, dass es gar keine Frage war, heute hierher zu kommen. Es gehe eigentlich auch von der Temperatur her: „Aber das Sprungbecken ist schon eiskalt“. Deshalb gab es auch keinerlei Diskussionen als Simon der Gruppe zurief: „Jetzt gehen wir aber ins warme Wasser“. Und so machten sich die fünf tapferen Wasserratten auf ins benachbarte, gut 28 Grad warme Massagebecken. „Es wäre schon schön gewesen, wenn mehr Leute gekommen wären“, sagt der stellvertretende Betriebsleiter der Bäder Wörth, Volker Knoll. Weil aber der Sommer in diesen Tagen eine Pause einlegt, ist selbst am Schülertag so gut wie nichts los. Handgezählte sieben Schüler verloren sich gegen 13.30 Uhr auf dem riesigen Areal. „Normalerweise kommen an diesem Tag schon zwischen 200 und 300 Schüler aus Nah und Fern extra in den Badepark“, so Knoll weiter. Das Wetter machte allerdings einen Strich durch diese Rechnung. Die Freude ließen sich diejenigen, die da waren, dennoch nicht nehmen. „Gerade weil so wenige da sind, macht es Spaß. Dann muss man nämlich nirgends anstehen“, erklärt Luzie, die mittlerweile das angenehm warme Nass im Massagebecken sichtlich genießt. Die Hoffnung auf ein positiveres Ende der Hochsaison hat Knoll indes noch nicht aufgegeben. „Vielleicht wird es ja in den letzten beiden Ferienwochen noch besser“, sagt er und schaut in den bewölkten Himmel.

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