Kreis Germersheim Sie sind für ihre Mitbürger da

Zum fünften Mal wurden am Sonntag beim Neujahrsempfang der Stadt Kandel auch Leistungen von Personen, Gruppen oder Vereinen gewürdigt die sich durch ihr bürgerschaftliches Engagement für die Allgemeinheit verdient gemacht haben. Vorgeschlagen und geehrt wurden in diesem Jahr Ute Keppel, Martin Miltz und Hans Bauer .
Ute Keppel erforscht seit vielen Jahren Kandels Ortsgeschichte und hat dabei durch ihre Recherchen viele Daten und Informationen aus deren Vergangenheit zusammengetragen, bearbeitet und in Büchern oder schriftlichen Ausarbeitungen festgehalten. Zusammen mit Dr. Werner Esser hat sie die Ortsbücher von Kandel und Winden erarbeitet und erfasst. Sie hat die Daten für das Kandeler Häuserbuch zusammengetragen und noch vor der Planung des Buches sämtliche Balkeninschriften der Kandeler Fachwerkhäuser erfasst. Sie hat neben Artikel über die Geschichte der Kandeler Mühlen, der Kandeler Henker und der jüdischen Bevölkerung noch weitere Themen aus der Geschichte bearbeitet und dem Geschichtskreis der Volkshochschule Kandel und dem Verein für Pfälzisch-Rheinische Familienkunde, dessen Mitglied sie ist, zur Verfügung gestellt. „Martin Miltz ist immer zur Stelle wenn er gebraucht wird und arbeitet dann stets in vorderster Front mit.“ Bestätigen können diesen Satz der Seniorenkreis St. Pius, die Katholische Jugend Kandels und der Verein „Kunst und Kultur in Kandel“, kurz: KuKuK. Beim Seniorenkreis arbeitet Miltz seit Jahren bei der Vorbereitung des wöchentlichen Treffs mit. Er stellt die Stühle und Tische auf, kümmert sich um die technischen Geräte die gebaucht werden und er holt die nicht mehr gehfähigen Senioren zu Hause ab und bring sie wieder sicher zurück. Bei der Katholischen Jugend engagiert er sich bei Sommerfreizeiten als „Mädchen für alles“ und ist vor allem für das Beschaffen von Lebensmittel zuständig. Beim KuKuK, bei dem Miltz zum Vorstand gehört, ist er für die Betreuung der Künstler zuständig. Hans Bauer engagiert sich seit mehr als einem halben Jahrhundert für das musikalische Leben in der Stadt. In der Stadtkapelle spiel er seit 1958 Trompete und ist auch bei den Bienwald-Oldies seit deren Gründung aktiv. All die Jahre war ihm auch die Jugendarbeit wichtig. So war er von 1964 bis in die späten achtziger Jahre Dirigent der Jugendkapelle und heute ist der 80 Jahre alt gewordene Musiker immer noch Vizedirigent der Stadtkapelle. Außerdem war Bauer viele Jahre lang erster Geschäftsführer der Stadtkapelle. Er organisiert das Turmblasen am Heiligen Abend und das Musizieren bei der Fronleichnamsprozession und ist eine zuverlässige Stütze des Trompetenregisters der Stadtkapelle und darüber hinaus auch noch Notenwart. Außerdem stellte die zweite Beige-ordnete der Stadt, Monika Schmerbeck, die Schüler vor, die für ihre besonderen schulischen Leistungen mit einem Stipendium aus der Todt’schen Stiftung bedacht werden. Es sind dies Luise Kaspers und Carolin Preifer vom Europagymnasium Wörth und Martin Drodofsky von der IGS Kandel.