Rülzheim
Service für Bürger ist Schardt wichtig
Matthias Schardt ist seit 2014 Bürgermeister der Verbandsgemeinde Rülzheim. Und er möchte es wieder werden. Während er vor acht Jahren noch einen Gegenkandidaten hatte, ist das diesmal nicht mehr der Fall. Glücklich ist er darüber nicht: „Mit einem Gegenkandidaten haben die Bürger eine Wahl.“ Es sei inzwischen seine sechste Wahl, die vierte ohne Gegenkandidaten, wie der Leimersheimer sagt, der in seinem Heimatort seit vielen Jahren Ortsbürgermeister ist. Wichtig ist dem CDU-Politiker jedoch, dass dennoch „viele Menschen zur Wahl gehen“, denn nur dann gebe es „einen starken Wählerauftrag“.
Rückblickend war kurz nach seiner Wahl als Bürgermeister der Verbandsgemeinde (2014) die Aufnahme der vielen Flüchtlinge zu bewältigen – das war im Jahr 2015 und danach. „Ich glaube, wir haben das gut hinbekommen“, sagt der 49-Jährige beim Spaziergang am Rhein. Wie schon vor acht Jahren. Und in Erinnerung werde ihm immer die Corona-Pandemie bleiben. Seit zwei Jahren gehe es nicht um geplante politische Dinge, sondern allein um Krisenmanagement.
Zuständigkeit uninteressant
„Zuständigkeiten interessieren Bürger nicht“, sagt Schardt. Deshalb sei er froh darüber, dass die Zusammenarbeit mit den Ortsgemeinden so gut funktioniert. Denn in deren Zuständigkeiten fallen Kindergärten und die Grundschulen. In beiden gehe es um beste Betreuungsmöglichkeiten. Es verändere sich viel. Die Verwaltung unterstütze die Ortsgemeinden wo immer es möglich ist. Denn die Bürger, junge Familien wollen, dass alles funktioniere, alles am Ort ist. Fragten eben nicht nach Zuständigkeiten.
Der Umbau des Rathauses ist Schardt zufolge derzeit „kein Thema“. Der Service ja, und der Umbau der Schulen. Deshalb sei kein Geld für eine große Sanierung vorhanden. Die geplante Betonsanierung sei hingegen machbar und müsse erfolgen. Dennoch benötige die Verwaltung mehr Platz. Ein oder zwei Büros sollten deshalb im Bürgerkeller eingerichtet werden. Für Vereine, die den Bereich nutzten, müsste Ersatz gefunden werden.
Vereinsleben unterstützen
Das Vereinsleben ist für Matthias Schardt eine Grundlage für die Dorfgemeinschaft. Vereine müssten durch die Verwaltung Unterstützung erfahren. Als Beispiel nennt er das Thema Vereinskasse oder Veranstaltungen. Was ist erlaubt, auf was muss geachtet werden?, nennt Schardt häufige Fragen. Und vor allem muss es Hallen geben, damit Vereine Veranstaltungen anbieten können, „die für das Dorfleben wichtig sind“. Die Überprüfung der Hallen sei inzwischen fest in der Verwaltungsarbeit verankert. Das sei nicht immer so gewesen.
Im Bereich Klimaschutz müssen „die Gemeinden Vorbild sein und zeigen, was machbar ist“, sagt Schardt und nennt den Bau der Photovoltaikanlage auf der Kläranlage. Auf Dauer werde Geld und Kohlendioxid eingespart. Wieder betont Schardt, dass die Verwaltung für Bürger Service bieten, diese unterstützen möchte.
Info
Ab Montag, 21. Februar, können die 12.591 Wahlberechtigten der Verbandsgemeinde Briefwahlunterlagen anfordern. Die Wahl ist am Sonntag, 27. März.