Kreis Germersheim Schranken sollen Radler schützen

Der Radweg von Hagenbach nach Wörth birgt einige Hindernisse. Für Bernhard Ganter aus Berg, nach eigener Auskunft selbst „überzeugter Radfahrer“, wird man hier „unfair ausgebremst“ – und zwar an gleich mehreren Stellen.
Will man die John-F.-Kennedy-Straße in Hagenbach auf Höhe der Aral-Tankstelle überqueren, dann ist die Einfahrt auf den Radweg gar nicht so einfach. Dort warten nämlich mehrere Pfosten auf die Radler, wodurch die Weiterfahrt deutlich erschwert wird. Ein weiterer neuralgischer Punkt ist die Einmündung in die Habsburgerallee. Dort verläuft der Radweg parallel zur Landstraße 540, auf der die Autofahrer Vorfahrt haben. Dies trifft auf die Radler nicht zu. Auf beiden Straßenseiten stehen laut Ganter seit noch nicht allzu langer Zeit „Vorfahrt gewähren“-Schilder. Vor allem während des Berufsverkehrs morgens beziehungsweise abends ist es dadurch „gar nicht so einfach über die Straße zu kommen“, wie der Radler moniert. Zudem entsteht dort durch die vorliegende Verkehrsregelung eine Gefahrenstelle. Weil hier nämlich die Pkw freie Fahrt haben, wird die Kurve oftmals mit hoher Geschwindigkeit genommen. Hinzu kommt noch, dass versetzt stehende Schranken eine Schikane darstellen, die nur durch eine extreme Verlangsamung des Tempos oder sogar durch Absteigen überwunden werden kann. Laut Pascal Eck, Leiter des Ordnungsamtes der Verbandsgemeindeverwaltung Hagenbach, wurden diese Bogenabsperrungen „aus Sicherheitsgründen eingebaut, damit die Radfahrer mit reduzierter Geschwindigkeit in den Straßenbereich einfahren“. Ein ähnlicher Gedanke steckt auch hinter der Platzierung der beschriebenen Pfosten auf Höhe der Tankstelle. Von Wörth kommend endet dort nämlich der Radweg, bevor man in die John-F.-Kennedy-Straße einbiegen kann. Um dort ein ungebremstes Einfahren in den Straßenbereich zu verhindern und damit auch eine Gefahrensituation zu vermeiden, seien die Pfosten bereits vor längerer Zeit aufgestellt worden, so Eck. (cde)