Lampertheim / Lauterbourg Schleuser: Festnahme nach Hausdurchsuchung

Nachdem der Festgenommene im August bei einer Grenzkontrolle aufgefallen war, folgte nun eine Hausdurchsuchung.
Nachdem der Festgenommene im August bei einer Grenzkontrolle aufgefallen war, folgte nun eine Hausdurchsuchung.

Nach einer Hausdurchsuchung wurde ein Mann festgenommen, der verdächtigt wird, ein Schleuser zu sein. Er war bereits bei einer Grenzkontrolle aufgefallen.

Am Grenzübergang B9 Bienwald kontrollierten Bundespolizisten am 30. August ein Fahrzeug mit zwei männlichen Insassen bei der Einreise nach Deutschland. Wie die Bundespolizei nun mitteilte, stellte sich bei der Überprüfung heraus, dass es sich um einen 38-jährigen Syrer mit gültigem Aufenthaltstitel sowie einen 30-jährigen Marokkaner ohne aufenthaltslegitimierende Dokumente handelte. Beide Personen wurden zur weiteren Sachbearbeitung ins Bundespolizeirevier nach Kandel gebracht.

Erste Festnahme am Grenzübergang

Bei den Ermittlungen erhärtete sich der Verdacht, dass der Fahrer des Fahrzeugs an Schleusungshandlungen beteiligt sein könnte. Nach Rücksprache mit der zuständigen Staatsanwaltschaft wurde das Smartphone des 38-Jährigen beschlagnahmt. Er wurde nach Abschluss der Maßnahmen entlassen. Der 30-Jährige ohne Dokumente wurde anschließend nach Frankreich zurückgewiesen.

Bei weiteren Ermittlungen stellte sich heraus, dass der Beschuldigte in der Vergangenheit bereits mehrfach im Zusammenhang mit dem Einschleusen von Ausländern aufgefallen war. Die Staatsanwaltschaft beantragte daraufhin eine Wohnungsdurchsuchung, die das Amtsgericht Landau angeordnet hatte, so die Bundespolizei.

Nicht nur Diebesgut entdeckt

Bei der Durchsuchung der Wohnung in Lampertheim am Mittwoch, 22. Oktober, wurde der Mann dort gemeinsam mit seiner schwangeren Frau und drei kleinen Kindern angetroffen. Darüber hinaus fanden sich dort mehrere elektronische Geräte, darunter mehrere iPhones, die teils als gestohlen gemeldet waren, ein iPad, drei E-Scooter sowie zwei E-Bikes, die ebenfalls als gestohlen gemeldet waren. Außerdem wurden eine größere Menge unversteuerter Waren sichergestellt, darunter Shishatabak ohne Steuermarke, über 20 Schachteln Zigaretten ohne Steuerzeichen, sowie ein ausgeschriebenes Kennzeichenpaar. Zudem wurden Bargeld im unteren fünfstelligen Bereich sowie drei Unzen Gold gefunden. Bei den Unzen Gold handelt es sich laut Bundespolizei mutmaßlich um Falschwaren. Zudem wurde eine Schreckschusswaffe gefunden.

Jugendamt eingeschaltet

Bei der anschließenden Durchsuchung des Kellers wurden in einem Kühlschrank mehrere verkaufsfertig verpackte Betäubungsmittel und eine Feinwaage entdeckt. Der Fund deutet auf Handel mit Betäubungsmittel hin. Das hinzugezogene Kommissariat K34 der Polizeidirektion Bergstraße übernahm nach dem Auffinden der Betäubungsmittel gemeinsam mit der Bundespolizei die weitere Durchsuchung. Nach Rücksprache mit der Staatsanwaltschaft wurden zusätzlich das Fahrzeug des Mannes, sein Pass und die Pässe seiner Familienmitglieder beschlagnahmt. Das Jugendamt wurde aufgrund der im Haushalt angetroffenen Lebensumstände informiert.

Mehrere Strafverfahren eingeleitet

Gegen den 38-jährigen Syrer wurden laut Bericht der Bundespolizei mehrere Strafverfahren eingeleitet, unter anderem wegen des Verdachts der Schleusung, des Handels mit Betäubungsmitteln, Hehlerei, Steuervergehen sowie Verstößen gegen das Waffengesetz.

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