Schaidt Schaidt begrüßt neuen Ortsvorsteher: Hartmut Kechler im Amt

Amtseinführung von Ortsvorsteher Hartmut Kechler durch Steffen Weiß.
Amtseinführung von Ortsvorsteher Hartmut Kechler durch Steffen Weiß.

Seit Mittwoch hat Schaidt mit dem 64-jährigen Hartmut Kechler (SPD) einen neuen Ortsvorsteher. Pünktlich mit dem Glockenschlag der benachbarten Kirche St. Leo eröffnete der bisherige Amtsinhaber Kurt Geörger die letzte Ortsbeiratssitzung unter seiner Ägide, damit endet am zentralen Viehstrich eine Ära.

Kurt Geörger übte das Ehrenamt 20 Jahre aus, zuvor war er ein Jahrzehnt Stellvertreter seines Vorgängers Anton Völckel. Wörths Stadtbürgermeister Steffen Weiß vereidigte Kechler mit dem Zusatz „so wahr mir Gott helfe“. Kechler sagte: „Ich freue mich, dass wir alle gemeinsam angefangene und neue Projekte angehen. Ich wünsche mir weiterhin ein gutes Miteinander und werde die Gespräche mit Jung und Alt suchen.“

Amtseinführung von Mathias Guckert durch Steffen Weiß.
Amtseinführung von Mathias Guckert durch Steffen Weiß.

Sichtlich ergriffen wünschte Geörger „allen eine gute Zeit und viel Erfolg.“ Die Arbeit im Schaidter Ortsparlament war in den letzten Jahren von einem konstruktiven, fraktionsübergreifenden Miteinander geprägt. Dies könnte sich fortsetzen. Der gemeinsame Antrag der Fraktionsvorsitzenden Thomas Müller (CDU) und Christine Greulich (SPD), nur einen Stellvertreter zu benennen, wurde einstimmig angenommen.

Einstimmig für Guckert

Der vorgeschlagene Mathias Guckert (CDU) wurde in geheimer Wahl mit 10 Ja-Stimmen und einer Enthaltung zum Beigeordneten gewählt. Der zweifache Familienvater arbeitet als Planer in der Instandhaltung einer Karlsruher Raffinerie und ist waschechter „Schääder“. Der 47-Jährige bezeichnet sich lachend als „ewigen Zweiten“, er ist stellvertretender Vorsitzender von gleich drei Organisationen im Ort: Förderverein der Freiwilligen Feuerwehr, Kulturring und von „Wasischn e.V.“ als Veranstalter mehrerer kultureller Events.

Beiratsmitglieder verabschiedet

Zuvor hatte Kechler zahlreiche neue Ratsmitglieder in ihr Amt eingeführt, sein Nachrücker heißt Alexander Löwen. Thomas Krämer (Grüne), Martin Frech (CDU) und Markus Kirstahler (Parteilose Bürger) hatten ebenfalls auf ihr Mandat verzichtet, sie vertreten Schaidter Interessen weiter im Stadtrat Wörth. Unter den verabschiedeten Ratsmitgliedern waren mit Peter Bersch und Peter Gast zwei „Veteranen“, die der Schaidter Ortspolitik mehr als zwei Jahrzehnte den Stempel aufgedrückt hatten. Gast überreichte Kechler zum Abschied eine Niederschrift mit 35 Vorhaben, die in den letzten Jahren auf der Agenda standen. Als wichtigsten Punkt nannte er die Sportplatzsanierung. Gasts Rat: „Erstellt regelmäßig gemeinsam mit der Verwaltung einen Investitionsplan, ruft auch mal bereits abgelehnte Wünsche nochmals in Erinnerung.“ Die Kulturhalle wurde Anfang des Monats in Mainz mit dem „Holzbaupreis 2024 des Landes Rheinland-Pfalz“ ausgezeichnet.

Der neue Ortsbeirat von Schaidt.
Der neue Ortsbeirat von Schaidt.

Kurt Geörger will auch weiterhin als Zuhörer zu den Ratssitzungen kommen, unterstützen, wenn er um Rat gefragt wird. Dann folgt ein für ihn typischer Schlusssatz: „Doch ich halte mich sonst zurück, werde auf keinen Fall 'schlau zwischeneibabble'.“

In einer früheren Version des Textes stand, dass einer der scheidenden „Veteranen“ der Ortspolitik, Peter Gast, Mitglied der Sozialdemokraten ist. Das stimmt nicht. Vor 30 Jahren war Gast Mitbegründer der „IG Parteilose Bürger von Schaidt“ und seit 25 Jahren Mitglied im Ortsbeirat von Schaidt. Über viele Jahre war er eigenen Angaben zufolge zuständig für die Agenda und die Einstellung der Investitionen für den Schaidter Haushaltsplanentwurf der Stadt Wörth. Wir bitten den Fehler zu entschuldigen. (wim)

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