Ausblick 2022
Schaffung von Wohnraum steht ganz oben auf Agenda
„Wir haben viel vor. Es gibt zahlreiche Aufgaben, den Mitgliedern des Ortsbeirats wird es nicht langweilig werden.“ Das sagt Maximiliansaus Ortsvorsteher Jochen Schaaf in seinem Jahresausblick für 2022.
Ganz oben auf der Agenda steht die Schaffung von dringend benötigtem Wohnraum. Gegen Ende des Jahres rechnet Schaaf mit dem Baubeginn auf dem „Kappelmann-Gelände“ in unmittelbarer Nachbarschaft zur Rheinhalle. Für ihn bedeutet das eine erhebliche Aufwertung des Ortskerns. Die Pläne der Wohnbau Wörth sehen vor, dass neben einem Café und mehreren Kleingewerbebetrieben vor allem bezahlbarer Wohnraum geschaffen wird. Geplant ist der staatlich geförderte Bau von rund 60 barrierefreien und altersgerechten Wohneinheiten. Ein Drittel davon ist vorgesehen für Mieter, die ihren Wohnungsbedarf nicht am freien Wohnungsmarkt decken können.
Bauen auf Ex-SBK-Gelände
Durch die Aufstellung eines Bebauungsplanes für das Gelände des ehemaligen SBK-Einkaufsmarktes soll ebenfalls Wohnbebauung ermöglicht werden. Die Palatina Grundbesitz GmbH aus Kandel beabsichtigt die Errichtung von rund 80 ebenfalls barrierefreien und altersgerechten Wohnungen. Für ein Drittel der Wohnungen ist auch hier ein festgeschriebener Mietpreis für Personen und Familien mit geringerem Einkommen vorgesehen. Es sollen zudem mehrere kleine Geschäfte entstehen.
Nach knapp dreijähriger Bauzeit steht die Sanierung der Eisenbahnstraße mit der Neugestaltung des Platzes an der Kehle kurz vor dem Abschluss. Der Entwurf wurde vom Ortsbeirat bereits genehmigt, nun beginnt die Ausschreibung. Ziel der Umgestaltung ist die Schaffung von mehr Aufenthaltsqualität durch die Integration von Sitzmöglichkeiten, eines Brunnens und einem direkten Zugang zum Angelweiher über eine Treppe.
Friedhofshalle sanieren
Schaaf sagt: „Wie seit vielen Jahren wird die Sanierung der Friedhofshalle wieder Thema im Rat sein.“ Das Gebäude war vor Jahren von der Stadt notdürftig repariert worden. Doch Risse im Mauerwerk und undichte Stellen im Dach machen eine umfassende Baumaßnahme notwendig. Schaaf meint, dass zumindest die Funktionsgebäude abgerissen werden müssen. Die finanziellen Mittel für die Planung und den Bau werden in den nächsten Haushalt eingestellt.
Der Deich zwischen Hafen und den Fußballplätzen des FVP Maximiliansau muss dringend instandgesetzt werden. Dies kostet viel Geld und fällt in die Zuständigkeit des Landes Rheinland-Pfalz. Bereits 2020 wurde dem Ortsbeirat eine Machbarkeitsstudie zur Entwicklung des Gewerbestandorts Maximiliansau vorgestellt, in der das Hafengelände enthalten war. Schaaf meint: „Der Rat muss sich nun Gedanken machen, ob das Hafengelände entwickelt werden und die Sanierungskosten für den Deich in eine Hochwasserschutzmauer direkt an der Hafenkante fließen sollen.“
Ideen für Lokal auf Sauergelände
Das Mobiliar der Tullahalle wird für rund 80.000 Euro aufgearbeitet, weil an Stuhlpolstern und Tischplatten erhebliche Mängel vorhanden sind. Die Gaststätte auf dem stadteigenen Sauergelände steht nach dem gemeinsamen Willen der SPD- und der CDU-Fraktion vor einer umfassenden Erneuerung. Es existieren bereits konkrete Vorschläge. Ziel ist die Wiederverpachtung des Lokals, das seit Januar 2020 leer steht. Das Gelände war nach der Kündigung des Pachtvertrags durch den Kleintierzuchtverein an die Stadt zurückgefallen.
Die Möglichkeit der Bemalung von Verteilerkästen der Pfalzwerke stieß bei der Bevölkerung im abgelaufenen Jahr auf großes Interesse. Finanziert wird die Maßnahme durch die Aktion „Partnerschaft für Demokratie“ der Stadt Wörth und dem Bundesprogramm „Demokratie leben“. „Interessierte können sich gerne bei mir melden“, so Schaaf. Er bittet um Kontaktaufnahme per E-Mail: jochen.schaaf@woerth.de oder Telefon 07271/131-381.