Kandel
Schüler gewinnen Preis für Darstellung von Atommodellen
In der ersten Runde im Frühjahr haben die Schüler mit einem Video das Thema, wie man Unterricht digitalisieren kann, in einer Erklärung von Aggregatszuständen aus ihrer Sicht dargestellt. Damit kamen sie in die zweite Runde, wo sie als einzige Gesamtschule ausschließlich auf Gymnasien trafen.
Aufbauend auf Aggregatszuständen visualisierten sie das „Kugelwolkenmodell“ (KWM), ein Atommodell. Die Idee der Schüler war es, zum Aufbau von Atomen Modelle mit VR-Brillen (virtuelle Realität) herzustellen. „Damit ist man praktisch im virtuellen Raum, dem Museumsraum mit sechs Atommodellen“, erklärt David Wagner (11. Klasse) aus Kandel, einer der fünf am Projekt beteiligten Schüler.
„Dabei haben sie den virtuellen Raum selbst erarbeitet, wobei die Herstellung der Atommodelle am schwierigsten war“, erläutert Markus Sabath, der Leiter der Schülerfirma, der auch Stufenleiter der 9./10.Klassen der IGS ist und das Wahlpflichtfach Kommunikation und Medien sowie Mathematik und Physik unterrichtet. „Die Frage war: Was interessiert die Schüler? Setze dir mal die 3-D-Brille auf, hieß es – damit wurden die Umgebungen der Atommodelle für die Mitschüler begreifbarer.“
Schüler trafen sich virtuell
Während der Schulschließungen trafen sich die für dieses Projekt zuständigen Schüler – außer David Wagner noch Norbert Borza-Buchauer (8. Klasse) aus Kandel, Frederk Cron (10. Klasse) aus Dierbach, Marius Schlechter (11. Klasse) aus Hagenbach und Fabian Stucky (9. Klasse) aus Kandel – über einen längeren Zeitraum mehrmals in der Woche virtuell. Im Oktober durfte die Schülerfirma dann ihr Projekt im Rahmen einer virtuellen Veranstaltung des Verbandes der Chemischen Industrie einem größeren interessierten Fachpublikum vorstellen.
In der Urkunde heißt es: „Ausgezeichnet wird das Projekt für die sehr hohe Einbindung der Schüler, welche sowohl über die zu behandelnden Themen entscheiden als auch eine selbstständige Einarbeitung in die Technik mit anschließender Umsetzung durchführen. Der Fokus auf VR- und AR-Anwendungen ist zeitgemäß und innovativ und bietet eine gute Möglichkeit die Welt auf Teilchenebene zu visualisieren und begreifbar zu machen und gleichzeitig Erfahrungen mit digitalen Tools zu sammeln.“
