Westheim Pirminiusplakette: Auszeichnung für Engagement in der Kirche

Dieter Mappes mit der Pirminiusplakette.
Dieter Mappes mit der Pirminiusplakette.

Fast wie ein „Zeichen von oben“ war der Besuch des Ehepaares Mappes auf der Insel Reichenau, bei dem es sich mit dem Hl. Pirminius beschäftigte. Kurze Zeit später wurde Dieter Mappes mit der höchsten Auszeichnung des Bistums Speyer, die nach eben dem Heiligen benannt ist, geehrt.

Mit 91 Jahren ist Dieter Mappes der älteste von den diesjährigen Preisträgern- und Trägerinnen, die von Bischof Karl-Heinz Wiesemann mit der Pirminiusplakette ausgezeichnet wurden. Er sei zunächst überrascht gewesen, die Freude über die Ehrung war groß. Dieter Mappes war von der Pfarrei „Seliger Paul Josef Nardini“ für seine langjährige Mitarbeit im Pfarrgemeinderat Lingenfeld/Schwegenheim/Westheim, mehrfach auch als Vorsitzender, vorgeschlagen worden. Zudem für sein „ökumenisches Engagement und den unermüdlichen Einsatz für das Miteinander mit den protestantischen Gemeinden“, wie es in dem Ehrungsschreiben heißt. Da Mappes aufgrund einer Corona-Erkrankung nicht in Speyer bei dem Festakt dabei sein konnte, hat Bischof Karl-Heinz Wiesemann ihm persönlich geschrieben. Er geht darin auch auf den „wichtigen Beitrag im Projektteam beim Zusammenwachsen der neuen Pfarrei Seliger Paul Josef Nardini“ ein, den Dieter Mappes geleistet hat.

Hoffnungen auf Synodalen Weg

Er war neben dem kirchlichen Engagement auch in der Lokalpolitik und als Ortsbürgermeister tätig und schlägt auch kritische Töne gegenüber der Kirche an. Im RHEINPFALZ-Gespräch betont Dieter Mappes, dass er große Hoffnungen auf den Synodalen Weg setzt. Dieser soll mehr Freiraum für die Gemeinden schaffen, die erstarrten Strukturen der Kirche lockern und mehr Verantwortung für die Laien bringen. Dieter Mappes stellt sich immer wieder die Frage: „Was würde Christus dazu sagen?“ Dieter Mappes war beruflich als Ingenieur im Bereich Pflanzenschutz bei der BASF in Limburgerhof beschäftigt und hatte mehrere prägende Erlebnisse in seinem Leben, in dem der Glauben immer eine Rolle spielte. „In meiner Zeit in Freising traf ich auch öfters den späteren Papst Benedikt XVI.“, erzählt er schmunzelnd. Dieser war damals Studentenseelsorger der Freisinger Hochschulen.

Heute noch engagiert

Und auch heute engagiert sich Dieter Mappes noch in der Kirche, übernimmt in Westheim Aufgaben in der Gottesdienstvorbereitung und spielt Orgel. Trotz aller Zweifel sei er nie auf die Idee gekommen, aus der Kirche auszutreten. „Der Glaube ist doch das wichtigste. Und die Gemeinschaft“, sagt er und betont, dass Kirche so viel mehr ist als die negativen Schlagzeilen. „Sie bringt uns Gott näher und spendet uns so viel Freude. Vergessen wir auch nicht die heiligen Schriften, die Kirchenmusik, die Kirchengebäude, die Geschichte. Das alles macht Kirche aus“, so Mappes. Die Pirminiusplakette ist eine schöne Anerkennung des langjährigen Engagements.

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